Auf der Bühne: Harry-Potter-Bösewicht flippt aus

In "Harry Potter und der Stein der Weisen" spielt Ian Hart einen undurchsichtigen Magie-Professor, von dessen Körper der ultimativ-böse Lord Voldemort Besitz ergreift. Ob die Film-Erfahrung ein bisschen zu sehr geprägt hat? Der Ausraster des Schauspielers auf einer Londoner Theaterbühne legt den Verdacht nahe...   

Doch letztlich war es wohl Hart selbst und nicht Du-weißt-schon-wer, der sich einen spektakulären Ausraster leistete. Was passiert ist? Eigentlich war's ein ganz normaler Abend im "Duke of York's Theatre" im Londoner West End. Ian Hart trat zusammen mit seinen Kollegen im Stück "Speaking in Tongues" auf, und keiner ahnte, dass es dieses Mal viel mehr Drama geben würde, als im Stück vorgesehen. Doch dann hatte Hart das dringende Gefühl, ein ganz bestimmter Zuschauer habe während der Aufführung zu sprechen gewagt. Keine gute Sitte, sicher. Aber auch kein Grund, durchzudrehen. Das haben erst kürzlich Hugh Jackman und Daniel Craig am Broadway bewiesen, als sie zwar genervt, aber ruhig ums Abschalten eines während ihrer Vorstellung klingelnden Handys baten (Video ansehen).

Böser Blick
Nicht so Hart. Der soll laut einem Bericht der britischen Times schon nach der Pause aktiv bzw. aggressiv geworden sein: "Halt die Klappe," soll er von der Bühne heruntergerufen haben. Schock für die Zuschauer, die, wie eine Augenzeugin berichtete, zunächst noch vermuteten, Hart spiele nur seine Rolle. Weit gefehlt: Während alle am Ende des Stückes die Darsteller beklatschten, fixierte er den vermeintlichen Übeltäter mit bösem Blick.

Grundlose Attacke?
Aber es kam noch besser: Als der Vorhang fiel, tickte er endgültig aus, wie der Angegriffene der "Times" erzählte: "Er brüllte, schrie, war vor Wut ganz unverständlich. Er brüllte 'Das ist respektlos!', und als ich einwandte, er müsse mich mit jemandem verwechseln, rastete er völlig aus." Denn das Beste an der Sache: Der so Attackierte streitet ab, die Vorstellung überhaupt gestört zu haben. Und eine neben im sitzende Zuschauerin bestätigt das.

Kein Argument für Hart. Er wollte auf den fassungslosen Mann losgehen. Nur das Einschreiten der Saalordner, so die "Times", habe Schlimmeres verhindert. Hart wollte hinterher nicht Stellung zum Vorfall nehmen. Der angegriffene Zuschauer erwägt, Anzeige zu erstatten.

Denkwürdiger Auftritt
Aber vielleicht sollte man nicht noch mehr Theater um die Angelegenheit machen, als ohnehin schon geschehen? Sein Aussetzer wird Hart ohnehin schon unangenehm sein, einen Rüffel von der Theaterleitung wird er sicher auch kassieren. Und mal ehrlich: Von dieser Vorführung wird jeder im Publikum vermutlich noch seinen Enkelkindern erzählen. Was bei einer nach Plan verlaufenden Vorstellung sicher nicht der Fall gewesen wäre, oder?

Eure Kate

 


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