„Amerikaner haben Angst vor Sex” – Steve McQueen über die fehlende Oscar-Nominierung von Michael Fassbender für “Shame”

Liebling der Kritiker und des Publikums: „Shame" von Steve McQueen begeisterte sowohl die Zuschauer als auch die Presse bei den großen Filmfestivals in Toronto und Venedig. Doch von der Academy gab es keine Beachtung. Regisseur Steve McQueen kennt den Grund, warum Michael Fassbender nicht als bester Hauptdarsteller nominiert wurde.

Ein erfolgreiches Duo: Regisseur Steve McQueen und Schauspieler Michael Fassbender. (Bild: Getty Images)

„Amerikaner haben Angst vor Sex", so der Londoner im Interview mit dem Magazin „Film Total". Die USA scheinen zu prüde für ein mitreißendes Porträt eines Sexsüchtigen. Unverhüllt zeigt der Regisseur eindeutige Sexszenen. Sex mit BH á la Hollywood-Produktionen Fehlanzeige. Auch der Protagonist zieht komplett blank.

In Europa hingegen ist man sich einig: Michael Fassbender brilliert in der zweiten Zusammenarbeit mit Steve McQueen. „Das ist einfach nur verrückt, aber so ist es nun mal. Es ist ein amerikanischer Preis, sollen sie ihn eben behalten", so McQueen, der sich beim Filmfestival über einen Preis für seinen Hauptdarsteller freuen durfte.

Kurzinhalt des Films
„Shame" startet am 1. März 2012 in unseren Kinos. Das Drama porträtiert Brandon (Michael Fassbender), einen smarten New Yorker in den Dreißigern, hinter dessen attraktiver Fassade es gewaltig Brodelt. Als Ablenkung von seiner Alltagsroutine wirft er sich in ein exzessives Sexleben voll schneller Affären und One-Night-Stands. Sein gut kontrollierter Rhythmus droht zusammenzustürzen, als seine exzentrische Schwester Sissy (Carey Mulligan) vor seiner Tür steht und bei ihm einzieht. Dieser Film ist ein Muss.

Eine erste Szene aus dem Film "Shame" sehen Sie hier:

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