3 Filme, die Sie gesehen haben sollten: Maggie Gyllenhaal

Als Tochter eines Filmregisseurs und einer Drehbuchautorin wurde Maggie Gyllenhaal das Talent bereits in die Wiege gelegt. Wie ihr jüngerer Bruder Jake, der sich mit Filmen wie "Brokeback Mountain" ebenfalls in den Hollywood-Olymp spielte, hat die 34-Jährige ein Faible für eigenwillige und bisweilen sperrige Rollen. Der Durchbruch gelang ihr 2002 als Sekretärin, die in den Bestrafungen ihres Chefs sexuelle Erfüllung findet. Obwohl ihr Herz eher für Independent-Filme schlägt, weiß Maggie auch in Blockbustern wie "Monas Lisas Lächeln" oder "The Dark Knight" zu überzeugen.

Maggie GyllenhaalSehr wandelbar: Maggie Gyllenhaal (Bild: WENN)

Yahoo! Kino stellt 3 Filme mit der Schauspielerin vor, die ihre enorme Wandelbarkeit zeigen.

"Secretary"
Ihre Rolle als masochistische Sekretärin im Film "Secretary" brachte Maggie Gyllenhaal die erste Golden Globe-Nominierung ihrer Karriere und jede Menge Kritikerlob ein.

Die junge Lee Holloway (Maggie Gyllenhaal) wurde gerade aus der Psychiatrie entlassen, in die sie wegen Suizidverdachts aufgrund ihres selbstverletzenden Verhaltens eingewiesen wurde. Da sie während ihres Aufenthalts einen Schreibmaschinenkurs belegte, beschließt sie, sich nach ihrer Entlassung auf die Suche nach einem Job zu begeben. Bei dem Rechtsanwalt E. Edward Grey (James Spader) findet sie schließlich eine Anstellung. Doch aus der Arbeitsbeziehung entwickelt sich bald eine sadomasochistische Affäre...

"Secretary" als klassiche Komödie klassifizieren zu wollen, würde falsche Erwartungen wecken — auch wenn der Film von Steven Shainberg durchaus mit jeder Menge schwarzem Humor aufwartet. Doch "Secretary" ist mehr als das: Es gelingt dem Film — dank des Drehbuchs und der hervorragenden Schauspieler — sich mit Sadomasochismus eines nicht ganz tabufreien Themas anzunehmen, ohne dabei in pornographische Klischees zu verfallen und den moralischen Zeigefinger zu erheben. Verdientermaßen wurde der Film daher auch beim "Sundance Filmfestival" 2002 mit dem Spezialpreis der Jury für "besondere Originalität" ausgezeichnet. Insbesondere Maggie Gyllenhaals Schauspiel als verschüchterte, aber gleichzeitig sinnliche Lee wurde über den grünen Klee gelobt und machte sie zu einer der hoffnungsvollsten Neuentdeckungen Hollywoods.

Maggie Gyllenhaal und James Spader in "Secretary"Maggie Gyllenhaal und James Spader in "Secretary" (Bild: ddp images)

"Sherrybaby"
Ihre zweite Golden Globe-Nominierung erhielt die damals 30-Jährige 2007 für ihre Leistung in dem Drama "Sherrybaby".

Die einst heroinabhängige Sherry (Maggie Gyllenhaal) wird nach drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen und möchte sich nun ein neues Leben mit ihrer fünfjährigen Tochter Alexis (Ryan Simpkins) aufbauen, die mittlerweile bei Sherrys Bruder Bobby (Brad William Henke) und dessen Frau Lynette (Bridget Barkan) lebt. Doch schon bald zeigt sich, dass sich die Rückkehr in die "normale Welt" schwerer als gedacht erweist und sie die Beziehung zu ihrem Kind nicht erzwingen kann. Sherrys Leben droht erneut, aus dem Gleichgewicht zu geraten...

Mit der eindringlichen, geradezu markerschütternd intensiven Verkörperung ihrer ambivalenten Figur stellte Maggie Gyllenhaal spätestens mit ihrer Rolle in "Sherrybaby" eindrucksvoll unter Beweis, dass sie eine der besten Charakterdarstellerinnen Hollywoods ist.

Als Ex-Junkie in "Sherrybaby"Als Ex-Junkie in "Sherrybaby"

"The Dark Knight"
2008 spielte Maggie Gyllenhaal Batmans große Liebe im zweiten Teil der Comicverfilmung von Regisseur Christopher Nolan.

Bruce Wayne alias Batman (Christian Bale) hat sich dem Kampf gegen das Verbrechen in Gotham City verschrieben. Unterstützt wird er dabei von Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) und Lieutenant Jim Gordon (Gary Oldman). Dent hat als "weißer Ritter" in Gotham City Einzug gehalten und ist Bruce Waynes große Hoffnung, dass er sich dank der von Kriminalität gesäuberten Straßen, für die sich der Bezirksstaatsanwalt einsetzt, seines Alter Egos Batman endlich entledigen und mit seiner Jugendliebe, der Anwältin Rachel (Maggie Gyllenhaal) ein neues Leben beginnen kann. Doch der psychopathische Joker (Heath Ledger), der in Gotham einfällt, um die Stadt ins Chaos zu stürzen will, hat ganz andere Pläne...

Die Premiere von "The Dark Knight" wurde durch den Tod Heath Ledgers, der mit dem Joker zweifelsohne eine besten Leistungen seiner Karriere ablegte, gleichermaßen überschattet als auch gehypt. Doch auch der Rest des Ensembles leistet Großartiges: Schauspieler Christian Bale liefert als Bruce Wayne/Batman gewohnt souverän ab und dass Katie Holmes als Einzige der Darstellerriege des ersten Teils im zweiten nicht mehr dabei war und von der charismatischen Maggie Gyllenhaal abgelöst wurde, wurde nicht selten — und nicht nur hinter vorgehaltener Hand — als Glücksfall gewertet.

Maggie mit Co-Star Aaron Eckhart in "The Dark Knight"Maggie mit Co-Star Aaron Eckhart in "The Dark Knight" (Bild:ddp)

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