Bleibt es bei Bewährung?: BGH verkündet Urteil zu Rasern vom Kölner Auenweg

Die Justiz sollte bei der Bestrafung tödlicher Wettrennen den Mittelweg suchen.

Nach dem Tod einer jungen Radfahrerin bei einem illegalen Autorennen in Köln entscheidet der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag (9.15 Uhr) darüber, ob die beiden Raser härter bestraft werden.

Das Landgericht Köln hatte den Fahrer des Unfallwagens zu zwei Jahren und den zweiten Raser zu eindreiviertel Jahren Haft verurteilt und die Strafen zur Bewährung ausgesetzt. Dagegen hat die Staatsanwaltschaft Revision in Karlsruhe eingelegt.

Mit Tempo 95 über den Auenweg

Die damals 21 und 22 Jahre alten Männer hatten sich im April 2015 ein spontanes Rennen auf dem Auenweg geliefert. Bei Tempo 95 in der Stadt schleuderte eines der Autos aus der Kurve und traf auf dem Radweg eine 19 Jahre alte Studentin, die später starb.

Die Anklage will erreichen, dass die Männer dafür ins Gefängnis müssen. An der Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung wird sich aber nichts ändern. Damit wären maximal fünf Jahre Haft möglich. Vor einer Woche hat der Bundestag speziell für Raser neue, härtere Strafen beschlossen.  Das Urteil des BGH wurde ursprünglich schon Mitte Juni erwartet, verzögerte sich aber. (dpa, ksta)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta