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Blauer Haken bei Instagram und Facebook: Mark Zuckerberg kündigt kostenpflichtiges Abo an

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will auf Instagram und Facebook ein Bezahlmodell testen. - Copyright: picture alliance / AP Photo | Eric Risberg
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will auf Instagram und Facebook ein Bezahlmodell testen. - Copyright: picture alliance / AP Photo | Eric Risberg

Nach Twitter will auch die Facebook-Mutter Meta ein Bezahlmodell für ihre Plattformen testen. Meta-Chef Mark Zuckerberg kündigte für Instagram und Facebook ein neues kostenpflichtiges Abonnement namens Meta Verified an, mit dem zahlende Nutzer ihre Accounts verifizieren können. Zuckerberg erklärte, dass Instagram- und Facebook-Nutzer gegen Zahlung einer monatlichen Gebühr ein blaues Häkchen, zusätzlichen Schutz vor Fake-Profilen und mehr Kunden-Support erhalten könnten. Offenbar winkt zahlenden Nutzern auch mehr Sichtbarkeit auf den Plattformen.

Meta will das neue Abo-Modell in dieser Woche in Australien und Neuseeland sowie "bald in weiteren Ländern" einführen, schrieb Zuckerberg auf Facebook. Mit der neuen Funktion wolle der Konzern die "Authentizität und Sicherheit" seiner Dienste erhöhen. Meta Verified soll für Web-Nutzer monatlich 11,99 US-Dollar (umgerechnet 11,21 Euro) und 14,99 Dollar (14 Euro) für das Apple-Betriebssystem iOS kosten.

Das Unternehmen erklärte auf Anfrage von Business Insider, dass Urheber, die Meta Verified abonnieren, auch eine "erhöhte Sichtbarkeit und Reichweite" in der Suche und bei Empfehlungen bekämen. Meta wird die Passdokumente einer Person verwenden, um Nutzerkonten zu überprüfen, so das Unternehmen.

Die offizielle Ankündigung von Meta Verified erfolgte, nachdem der Social-Media-Berater Matt Navarra am Sonntag über einen Beitrag auf der Hilfe-Center-Seite von Instagram getwittert hatte, der auf eine baldige Einführung der neuen Funktion hinzudeuten schien. Der Beitrag wurde von uns gesichtet, bevor er entfernt wurde.

In dem Beitrag auf der Hilfeseite hieß es, dass Abonnenten exklusive Sticker für Instagram-Stories erhalten könnten. Außerdem war zu lesen, dass Nutzer, die Meta Verified für Instagram gekauft haben, es nicht auch auf ihr Facebook-Konto anwenden können. Auf der Hilfeseite zur Berechtigung, die ebenfalls entfernt wurde, stand, dass Nutzer mindestens 18 Jahre alt sein müssten, um das neue Abo abschließen zu können.

Navarra erklärte Business Insider, dass es für Meta sinnvoll sei, eine kostenpflichtige Verifikation in Betracht zu ziehen. "Der Markt wurde bereits von Konkurrenten getestet, die Möglichkeiten sind größtenteils bereits vorhanden und erfordern nicht viel Entwicklungszeit für dieses neue Produkt, und es generiert eine neue Einnahmequelle in einer Zeit, in der die meisten Unternehmen mit schwierigem wirtschaftlichem Gegenwind konfrontiert sind", sagte er.

Navarra, der die britische Regierung beraten hat, fügte hinzu: "Snap hat mit Snapchat+ und Twitter mit Twitter Blue eine neue Einnahmequelle für Social-Media-Unternehmen erschlossen. Aber wenn man die Verifizierung als kostenpflichtige Zusatzleistung anbietet, die jedem offensteht, wird ein Großteil ihres Wertes und Zwecks zunichtegemacht."

Im Dezember führte Twitter zum zweiten Mal, seit Elon Musk die Kontrolle über das Unternehmen übernommen hat, sein Premium-Abonnement Twitter Blue ein. Die Einführung des Dienstes, der es den Nutzern ermöglicht, für die Verifizierung zu bezahlen, löste Widerstand aus und wurde im November vorübergehend gestoppt, nachdem einige Nutzer das Zusatzangebot genutzt hatten, um sich als Unternehmen und Politiker auszugeben.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findest Du hier.