"Blaue Wende": Frauke Petrys Neustart mit Bürgerforum

Frauke Petry und ihr Mann Markus Pretzell. (Frank Rumpenhorst/dpa via AP)

Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry hat mit einer kleinen Diskussionsveranstaltung den Startschuss für ihr neues Bürgerforum “Blaue Wende” gegeben.

Petry erklärte am Samstag vor rund 70 Teilnehmern in Rodgau bei Frankfurt am Main, sie wolle in Zukunft Liberale und Konservative vertreten, die sich einig seien, “dass es einen funktionierenden Staat geben muss”. Zuletzt sei der Staat zwar in Sachen Bürgerrechte und unternehmerischer Freiheit “immer übergriffiger” geworden. Gleichzeitig habe es aber große Defizite bei der “Wahrung der inneren und äußeren Sicherheit” gegeben.

Pretzell: Bürgerforum als “Ideenpool”

Petrys Ehemann Marcus Pretzell – früher AfD-Chef in Nordrhein-Westfalen – sagte, sie hätten den Rahmen für die Veranstaltung “bewusst so ausgewählt, dass hier ein überschaubarer Kreis zusammenkommt”. Ihr Ziel sei es, das Bürgerforum zu einem “Ideenpool” zu machen. Die Neugründung Die blaue Partei könne diese Ideen dann umsetzen. Das Forum stehe auch Nicht-Parteimitgliedern sowie Mitgliedern anderer Parteien offen. Die nächste Europawahl und die sächsische Landtagswahl 2019 seien für Die blaue Partei “hochinteressant”. Pretzell sagte: “Ich glaube, sagen zu können, dass der Name Petry in Sachsen noch eine ganz andere Strahlkraft hat, als er es außerhalb Sachsens hat.”

Wegen AfD: “Pro Deutschland” gibt auf

Als Gast hatte Petry die muslimische Sozialdemokratin Katja Schneidt eingeladen, die Autorin des Buches “Wir schaffen es nicht. Eine Flüchtlingshelferin packt aus” ist. Schneidt sprach über Integrationsprobleme und langwierige Asylverfahren.

Petry hatte die AfD mit Hinweis auf deren “Radikalisierung” verlassen. Sie ist fraktionslose Bundestagsabgeordnete.

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