"Black Widow": Scarlett Johanssons Anwalt erhebt erneut Vorwürfe gegen Disney

·Lesedauer: 1 Min.
Vor wenigen Wochen reichte Scarlett Johansson Klage gegen Disney ein, weil der Konzern ihren neuen Film "Black Widow" zeitgleich zum Kinostart als Stream veröffentlicht hat. (Bild: Marvel Studios 2021)
Vor wenigen Wochen reichte Scarlett Johansson Klage gegen Disney ein, weil der Konzern ihren neuen Film "Black Widow" zeitgleich zum Kinostart als Stream veröffentlicht hat. (Bild: Marvel Studios 2021)

Der Streit zwischen Disney und Scarlett Johansson über die Veröffentlichung von "Black Widow" geht in die nächste Runde. Nachdem das Unternehmen beantragt hatte, sich außergerichtlich zu einigen, erhob der Anwalt der Schauspielerin nun erneut schwere Vorwürfe.

Der Streit zwischen Disney und Scarlett Johansson hält an. Vor wenigen Wochen hatte die 36-jährige Schauspielerin Klage wegen Vertragsbruchs gegen den Mauskonzern eingereicht. Grund dafür war die zeitgleiche Veröffentlichung von "Black Widow" im Kino und auf der Streamingplattform Disney+. Nachdem Disney am vergangenen Freitag beantragt hatte, dass ihre Klage in ein Schiedsverfahren gehe, zeigte sich nun Johanssons Anwalt John Berlinski verärgert über das Verhalten des Medienunternehmens.

"Warum hat Disney so viel Angst davor, diesen Fall öffentlich zu verhandeln?"

Gegenüber dem US-Branchenmagazin "Deadline" erklärte er: "Nachdem Disney zunächst auf diesen Rechtsstreit mit einer frauenfeindlichen Attacke auf Scarlett Johansson reagiert hatte, versucht Disney nun, wie vorherzusehen war, sein Fehlverhalten in einem vertraulichen Schiedsverfahren zu verbergen." Die Klage der Hauptdarstellerin sei "unbegründet", hatte es in einem ersten Statement Disneys Ende Juli geheißen: Die vertraglichen Vorgaben seien genau eingehalten worden.

Dass der Konzern sich nun außergerichtlich einigen wolle, sei für Berlinski ein klares Zeichen dafür, dass es etwas zu vertuschen gebe. "Warum hat Disney so viel Angst davor, diesen Fall öffentlich zu verhandeln?", fragte der Jurist in seiner Mitteilung. "Weil sie wissen, dass Marvels Versprechen, 'Black Widow' einen normalen Kinostart 'wie den anderen Filmen' zu geben, nur dazu nutzte, die Einnahmen an den Kinokassen auszuschlachten und die Disney+-Abozahlen anzukurbeln." Berlinski freue sich, dies vor Gericht zu beweisen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.