BKK-Studie: Digitalisierung kann Gesundheit von Beschäftigten beeinträchtigen

Die Digitalisierung erleichtert nicht nur viele Arbeiten, sondern führt bei einem Teil der Arbeitnehmer zu stärkeren gesundheitlichen Belastungen. Das geht aus dem Gesundheitsreport der Krankenversicherung BKK hervor

Die Digitalisierung erleichtert nicht nur viele Arbeiten, sondern führt bei einem Teil der Arbeitnehmer zu stärkeren gesundheitlichen Belastungen. In einer Umfrage für den am Dienstag veröffentlichten Gesundheitsreport der Krankenversicherung BKK gaben fast ein Drittel der Beschäftigten (32,7 Prozent) an, dass sie sich im Vergleich zu früher deutlich stärker körperlich und psychisch belastet fühlen.

Mehr als jeder zweite Beschäftigte (52,6 Prozent) und damit eine knappe Mehrheit meint allerdings, dass die Digitalisierung der Arbeit ihren Gesundheitszustand nicht mehr, aber auch nicht weniger als früher beeinträchtigt. Etwas mehr als jeder Siebte (14,6 Prozent) sagt sogar, dass er sich durch die Digitalisierung heute weniger belastet sieht als früher.

Am größten gewachsen ist die psychische Belastung durch die Digitalisierung der Arbeit demnach bei den technikaffinen Tätigkeiten, wie den IT- und naturwissenschaftlichen Dienstleistungsberufen oder den Gesundheitsberufen. Deutlich unter dem Durchschnitt liegen dagegen die Werte der Beschäftigten in Land-, Forst- und Gartenbauberufen oder in Sicherheitsberufen.

Das Markforschungsinstitut Statista befragte insgesamt 3000 Beschäftigte. Für mehr als jeden Zweiten (52,5 Prozent) gehören demnach neue Kommunikations- und Informationstechniken wie Smartphone, Tablet und Computer mittlerweile zur täglichen Arbeit. Bei weiteren 38,5 Prozent spielen diese neuen Werkzeuge zumindest zeitweise eine wichtige Rolle im Arbeitsprozess, lediglich neun Prozent der Befragten sind bisher noch komplett analog unterwegs.

Der größte Anteil der Befragten (45 Prozent) geht davon aus, dass sich durch die Digitalisierung der Wegfall und der Zuwachs von Arbeitsplätzen die Waage halten werden. Allerdings ist mit 38 Prozent der Anteil derjenigen, die eher einen Wegfall von Arbeitsplätzen befürchten, mehr als doppelt so hoch wie der Beschäftigten, die Digitalisierung eher als Jobmotor sehen.