BKA: Verkauf von Falschgeld verlagert sich ins Internet

Falschgeld wird immer häufiger im Internet gehandelt. Polizeilichen Schätzungen zufolge wird mittlerweile mehr als die Hälfte des in Deutschland ermittelten Falschgelds online verkauft, wie aus dem am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichten Bundeslagebild "Falschgeldkriminalität 2021" des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht.

Danach sank die Anzahl der polizeilich registrierten Falschgelddelikte im vergangenen Jahr um fast 17 Prozent auf 38.234 Fälle. 2020 wurden noch 45.883 derartige Straftaten gemeldet.

Insgesamt wurden dem BKA zufolge im vergangenen Jahr 123.300 falsche Euronoten in Deutschland registriert, was einem Rückgang um 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei machten Geldscheine im vermeintlichen Wert von zehn, 20 und 50 Euro fast drei Viertel aller hierzulande registrierten Falschgeldnoten aus.

Für den Verkauf von Falschgeld nutzen Täterinnen und Täter Soziale Netzwerke und Messengerdienste, aber auch einschlägige Handelsplattformen und Foren im sogenannten Darknet, einem versteckten und nicht auf herkömmliche Weise aufzufindenen Teil des Internets. Neben gefälschten Banknoten handeln die Täter dort auch mit Ausrüstung zur Herstellung, Druckvorlagen und Handlungsanleitungen.

Ein Verdacht auf Falschgeld kann laut Polizei durch drei Tricks überprüft werden. Durch Fühlen kann getestet werden, wie griffig und fest das Papier ist und ob es sich beispielsweise zu leicht anfühlt. Zudem sollte auf das Wasserzeichen, das Porträt-Hologramm und den Sicherheitsfaden geachtet werden. Zu guter Letzt sollte der Schein gekippt werden, um die eingearbeiteten Farbveränderungen wahrzunehmen. Die Polizei geht davon aus, dass alle falschen Geldscheine, die aktuell im Umlauf sind, nach diesem Prüfschema erkennbar sind.

hex/ul

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