BKA-Präsident Münch will Daten in "Datenhaus" zentral sammeln

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Holger Münch

Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, will zur Verbrechensbekämpfung Daten in einer von ihm als "Datenhaus" bezeichneten Sammlung zentral sammeln

Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, will zur Verbrechensbekämpfung Daten in einer von ihm als "Datenhaus" bezeichneten Sammlung zentral sammeln. Dies könne für mehr Effizienz bei der Zusammenarbeit der Polizei in der föderalen Struktur in Deutschland führen, sagte Münch am Mittwoch am Rande der Herbsttagung des BKA im rheinland-pfälzischen Ingelheim dem Fernsehsender Phoenix.

"Wir müssen die Vorteile eines zentralen Systems mit den Vorteilen unseres föderalen Systems kombinieren. Das heißt: Einheitliche Systeme, einheitliche Standards, einheitlicher Rechtsrahmen", sagte Münch. Dies würde die Polizei dazu in die Lage versetzen, schneller zu reagieren.

An der Tagung nehmen Polizisten, Staatsanwälte und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland teil. Kurzfristig absagen musste Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), laut Münch wegen der Sondierungsgespräche in Berlin.

Auf dem Programm der zweitägigen Konferenz stehen Themen wie die Herausforderungen für moderne Großstadtpolizeien, die Cyberfähigkeit der deutschen Strafverfolgungsbehörden und die Zukunft der polizeilichen Zusammenarbeit in Europa. Zu den Referenten gehören unter anderem Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer und der stellvertretende Europol-Direktor Wil van Gemert.