BKA nimmt Darknet-Drogenhändler "mrdrogenkommandant" fest

Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) haben einen international agierenden Drogenhändler festgenommen, der seine Geschäfte im Darknet abgewickelt haben soll. Gegen den 29-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in den Niederlanden wurde seit August ermittelt, wie die Behörde am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Mit weiteren Mittätern nahm er demnach als sogenannter Topverkäufer im Darknet Bestellungen aller gängigen Drogenarten entgegen.

Laut BKA benutzten der Festgenommene und seine Mittäter dabei die Pseudonyme "mrdrogenkommandant" und "drogenfahndung". Die Bestellungen überwiegend von Kunden aus Deutschland gingen über die Darknet-Marktplätze "Hansa-Market" und "Dream-Market" ein. Die illegalen Substanzen soll der Mann dann per Post verschickt haben.

Hierzu reisten er oder einer seiner Komplizen laut BKA nahezu täglich aus den Niederlanden nach Deutschland, um die Briefe, Päckchen und Pakete an unterschiedlichen Annahmestationen aufzugeben. Bei einer solchen Fahrt wurde der 29-Jährige am 9. November im nordrhein-westfälischen Bocholt festgenommen.

Der mutmaßliche Drogenhändler dealte den Angaben zufolge vor allem mit Ecstasy, Marihuana, Kokain, Amphetamin und Heroin. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung und der Räume seiner an den Drogengeschäften beteiligten Mutter in den Niederlanden stießen die Ermittler auf zahlreiche Beweismittel. Sie beschlagnahmten rund 75 Kilogramm Betäubungsmittel sowie Bargeld in Höhe von rund 400.000 Euro.

Auch im Umfeld des 29-Jährigen schlugen die Fahnder zu. So wurden von der Kripo Coburg bereits im Oktober sechs Verdächtige als Abnehmerbande des Verkäufers festgenommen und zwölf weitere Abnehmer ermittelt. Zudem wurde am 8. November ein Kunde des Verkäufers in Ingolstadt festgenommen.