Björgen greift im Teamsprint nach achtem Gold

Björgen greift im Teamsprint nach achtem Gold

Skilangläuferin Marit Björgen kann am Mittwoch Olympia-Geschichte schreiben. Die Norwegerin tritt etwas überraschend an der Seite der amtierenden Weltmeisterin Maiken Caspersen Falla im Teamsprint an. Dies erklärte Nationaltrainer Roar Hjelmeset gegenüber norwegischen Medien. 
Björgen greift somit nach der achten olympischen Goldmedaille ihrer Karriere. Mit dann achtmal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze würde die 37-Jährige den Biathleten Ole Einar Björndalen (Norwegen/8-4-1) als erfolgreichsten Wintersportler bei Olympia ablösen.
Björgen war in den letzten zehn Jahren bei Großereignissen nur einmal im Teamsprint angetreten. An der Seite von Ingvild Flugstad Östberg gewann sie 2014 in Sotschi Gold, damals wurde jedoch anders als in Pyeongchang im klassischen Stil gelaufen. Falla hatte bei der WM 2017 in Lahti ebenfalls klassisch mit Heidi Weng triumphiert. Bei den Männern kann Johannes Hösflot Kläbo gemeinsam mit Martin Johnsrud Sundby sein drittes Pyeongchang-Gold holen.
Für Deutschland gehen am Mittwoch (17.00 Uhr OZ/9.00 Uhr Uhr MEZ) Nicole Fessel (Oberstdorf) und Sandra Ringwald (Schonach) an den Start, die Männer werden durch Thomas Bing (Dermbach) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) vertreten. "Bei der WM in Lahti waren wir Siebter - mit ausgekugelter Schulter und verlorenem Ski. Wenn wir das beides streichen, bin ich zuversichtlich, dass wir ein bisschen weiter vorne rauskommen", sagte Eisenlauer.
Im Teamsprint waren die deutschen Männer zuletzt vom Pech verfolgt. Bei der WM 2017 hatte sich Eisenlauer bei einem Sturz die Schulter ausgekugelt und auf der Schlussrunde zudem einen Ski verloren. Bei Olympia 2014 war Tim Tscharnke kurz vor dem Ziel gestürzt und verpasst mit Hannes Dotzler eine sichere Medaille.