Vettel im Mittelpunkt des größten Aufregers des Tages

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Vettel im Mittelpunkt des größten Aufregers des Tages
Vettel im Mittelpunkt des größten Aufregers des Tages
Vettel im Mittelpunkt des größten Aufregers des Tages

Es war irgendwie nicht Sebastian Vettels Tag in Monza.

Klar, der deutsche Formel-1-Pilot hat in dieser Saison bei Aston Martin schon deutlich schwärzere Stunden erlebt als mit Platz 11 beim Qualifying zum Großen Preis von Italien am Freitag. (Formel 1: Sprint in Monza am Samstag ab 16.30 Uhr im LIVETICKER)

Aber so richtig rund lief es eben auch nicht für den 34-Jährigen.

Q3 verpasste Vettel um die Winzigkeit von 87 Tausendstelsekunden - und dann stand er auch noch im Mittelpunkt des größten Aufregers des Tages, der seinem Team am Ende eine Strafe einbrachte. (Immer wieder Chaos! Das große Monza-Dilemma)

Vettel nervenstark in Q1 von Monza

Dabei hatte in Q1 noch alles so gut begonnen: Mit der Nervenstärke eines viermaligen Weltmeisters raste Vettel kurz vor Ablauf der Zeit aus der gefährdeten Zone auf einen souveränen elften Platz.

Zum Ende von Q2 schien ihm Ähnliches zu gelingen, er steigerte seine Zeit noch einmal - am Ende aber fehlten eben besagte 87 Tausendstel, um in den Showdown der besten Zehn einzuziehen. (NEWS: Qualifying „ruiniert“: Mazepin sorgt für neuen Ärger)

Sein Teamchef Otmar Szafnauer wollte zu wenig Windschatten für Vettel erkannt haben: „Im ersten Sektor war er fast Letzter und im zweiten Sektor der Drittschnellste. Das zeigt, dass du im ersten Sektor einfach einen guten Windschatten brauchst - und das haben wir nicht geschafft.“

Vettel hingegen haderte am Boxenfunk insbesondere mit seiner Performance in Kurve 6, später führte er aus: „Ich war ein bisschen enger an dem Auto davor dran, weil ich den Windschatten gesucht habe, und in den Lesmos verliert man dann am meisten.“ (NEWS: Qualifying „ruiniert“: Mazepin sorgt für neuen Ärger)

Im Nachhinein sei er womöglich „etwas zu konservativ“ gewesen und habe dadurch einige Hundertstel verloren: „Die hätten vielleicht gereicht.“

Aston Martin sorgt für Chaos in Boxengasse

Alles andere als konservativ waren Vettel und sein Team kurz zuvor in der Boxengasse zu Werke gegangen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Im Kampf um die beste Ausgangsposition und den größten Windschatten-Vorteil auf dem Highspeed-Kurs von Monza schickte Aston Martin Vettel und Lance Stroll praktisch gleichzeitig aus der Garage - und verursachte so beinahe einen Massencrash.

Insbesondere Vettel und der von hinten heranfahrende Lewis Hamilton kamen sich gefährlich nahe.

Zu nahe für den Geschmack der Stewards, die sowohl Aston Martin als auch das eine Garage weiter beheimatete Alpine-Team, das mit Esteban Ocon in die heikle Situation verwickelt war, mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegten. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Vettel kommt ohne Rennstrafe davon

„Wir müssen uns das ansehen und sicherstellen, dass wir das eindämmen, bevor etwas passiert“, meinte Aston-Martin-Teamchef Szafnauer. Wegen der Bedeutung des Windschattens würden „die Leute solche Dinge“ versuchen: „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir das besser machen können.“

Sein Red-Bull-Kollege Helmut Marko wurde bei Sky noch etwas deutlicher: „In der Boxengasse, was sich da abgespielt hat, das ist gegen jegliche Vernunft.“

Immerhin: Um eine sportliche Strafe kamen Aston Martin und insbesondere Vettel persönlich trotz des Beinahe-Crashs mit Weltmeister Hamilton herum.

Formel 1 in Monza: Greift Vettel die Punkte an?

Und somit ist die Ausgangslage vor dem Sprintrennen am Samstag und dem Hauptrennen am Sonntag gar nicht mal so schlecht.

Zumal Vettel insgesamt „schon sehr zufrieden“ mit seiner Qualifying-Leistung war: „Schade, dass es dann so knapp nicht reicht, aber für morgen bringt es uns in eine ganz vernünftige Position.“ (NEWS: Tierische Schrecksekunde bei der Formel 1)

Von Startplatz 11 im Sprint hat er in jedem Fall die Chance, aus den Punkterängen ins Rennen am Sonntag zu starten.

Dann ständen die Chancen gut, seinen bislang 35 WM-Punkten nach nur sieben Zählern aus den vergangenen sieben Rennen weitere folgen zu lassen - und der unglückliche Freitag von Monza wäre ganz schnell vergessen. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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