Bitter! Kein Happy End für den Dreammaker

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Bitter! Kein Happy End für den Dreammaker
Bitter! Kein Happy End für den Dreammaker

Es hat nicht sein sollen!

Für Dimitri Van den Bergh endet seine erste Saison in der Unibet Premier League auf fast schon tragische Art und Weise. Obwohl der Belgier in sechs von sieben Endrundenpartien einen 3er-Average von über 100 Punkten ablieferte, steht für den Youngster das Aus - trotz Platz zwei nach der Hauptrunde.

Auch gegen Jonny Clayton am letzten Spieltag lief es fast schon wie gewohnt für VdB. Trotz seiner 100,55 Punkte musste er sich dem Waliser am Ende mit 6:8 geschlagen geben.

Besonders bitter: Ganze sechs 180er zauberte der Belgier an das Brett, wohingegen Clayton keinen einzigen perfekten Anwurf hinlegte. Aber dafür zeigte "The Ferret" eine beeindruckende Konstanz, die sich in 17 140ern und 36-mal über 100 Punkten zeigte.

Damit kam er auf 102,81 Punkte im 3er-Average und konnte den Angriff des "Dreammakers" so abwehren.

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Damit bleibt VdB auf dem undankbaren fünften Rang und muss die Halbfinals als Zuschauer verfolgen. Clayton hingegen verteidigt sein Ticket für die Vorschlussrunde und bekommt nun sein Duell gegen MvG.

MvG und Wright wird der erwartete Krimi

Am 16. und letzten Spieltag der Endrunde in der Marshall Arena in Milton Keynes zauberten die beiden Superstars Peter Wright und Michael van Gerwen ein wahren Darts-Krimi ans Oche und zeigten bei MvG's 8:6-Erfolg Darts auf Topniveau. (Alle Spiele und Ergebnisse)

Vor allem in der mittleren Phase des Matchs lieferten sich die beiden einen echten Schlagabtausch. Vom 3:2 bis 6:5 für den Niederländer bekamen die Fans gleich sieben (!) verlorene Anwürfe in Folge zu sehen. Dies lag aber nicht am Niveau der Würfe. Mit einem 3er-Average von 100.20 Punkten (Michale van Gerwen) bzw. 94,79 Punkten (Peter Wright) bewegten sich beide Kontrahenten auf hohem Level. (Alles zur Unibet Premier League)

Gegen den gegnerischen Anwurf wurde es sogar noch besser. Da zeigten sowohl Wright als auch "Mighty Mike" einen 3er-Average von über 100.

Am Ende entschied die Checkout-Quote. Diese war an diesem Abend der einzige Schwachpunkt beim Schotten. Lediglich ein Drittel seiner Leg-Darts (6/18) konnte er nutzen. Superstar van Gerwen hingegen nutzte knapp 60 Prozent (8/14).

Damit zieht MvG sicher als Nummer eins der Endrunde in das Halbfinale ein. Wright rutschte mit der Niederlage noch auf Rang sieben, aber bereits vor dem Match war ein Halbfinaleinzug von "Snakebite" nicht mehr möglich.

Was für eine De-Sousa-Gala

José De Sousa startete zum Abschluss seiner Endrunde ein wahres Darts-Feuerwerk und fertige Nathan Aspinall mit 8:3 ab.

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Seinen Erfolg krönte der Portugiese mit der Einstellung eines zehn Jahre alten Rekords von Gary Anderson. Dessen 79 180er egalisierte "The Special One" im dritten Leg und legte damit den Grundstein zum 2:1.

Aber auch der Engländer zeigte Darts auf höchstem Niveau und holte sich seinen verlorenen Anwurf aus dem ersten Leg - den sich De Sousa mit dreimal Tops zum Checkout sicherte - mit einem 152er Highfinish.

Überhaupt war der Beginn von verlorenen Anwürfen geprägt. Erst im sechsten Leg konnte De Sousa erstmals seinen Anwurf durchbringen und mit 4:2 in Führung gehen. Danach war der Widerstand von "The Asp" gebrochen und der Grand-Slam-of-Darts-Sieger von 2020 gewann vier Legs in Folge und machte vom 4:3-Zwischenstand den Sieg klar.

Damit überholt De Sousa in der Tabelle den Engländer auf den letzten Drücker und springt auf Rang zwei. Aspinall zieht als Dritter in das Halbfinale ein. (Unibet Premier League: Tabelle)

Dort gegen es gegen Nathan Aspinall.

Bitteres Ende für Gary Anderson

Das Aus des Schotten in der Unibet Premier League war bereits vor dem letzten Spieltag besiegelt. Aber die 6:8-Pleite gegen den ebenfalls bereits vorher ausgeschiedenen James Wade schmerzt doppelt.

Einerseits war es die vierte Pleite in Folge für den "Flying Scotsman". Zum anderen hätte der 50-Jährige zumindest ein Remis im Topduell mit dem UK-Open-Sieger verdient gehabt. Aber beim Stand von 6:7 verpasste er das Bull zum Ausgleich. Wade sagte Danke und checkte seinerseits 94 zum entscheidenden achten Leg aus.

Dabei lieferten sich der Weltranglistensechste Anderson und die Nummer vier Wade ein Duell auch höchstem Niveau. Andersons 3er-Average von 100,52 Punkten unterbot der Engländer mit seinen ebenfalls starken 99,51 Punkten nur knapp

Allerdings wackelten beide Kontrahenten bei den Checkouts. Gerade einmal 40 Prozent (6/15) Chancen zum Leggewinn konnte Anderson nutzen, bei Wade waren es immerhin 44 Prozent (8/18).

Damit beendet Gary Anderson die diesjährige Premier League auf Rang acht, James Wade belegt Rang sechs.

Die Halbfinale der Unibet Premier League of Darts im Überblick:

Halbfinale Best-of-19

Michael van Gerwen - Jonny Clayton
José de Sousa - Nathan Aspinall

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