Nach bitterem Juventus-Aus in der CL: Italiens Liga-Chef fordert Videobeweis im Europapokal

Ein umstrittener Elfmeter besiegelte Juves Aus nach famoser Aufholjagd in Madrid. Italiens Liga-Chef will nun den Videobeweis einfordern.

Nach dem Aus von Juventus Turin durch einen umstrittenen Elfmeter im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Real Madrid fordert Italiens kommissarischer Liga-Präsident Giovanni Malago von der UEFA die Einführung des Videobeweises im Europapokal.

"Juventus hat ein großartiges Match bestritten. Wir bedauern Juves Ausscheiden aus der Champions League am Ende eines Matchs wegen eines Elfmeters, der viele Diskussionen ausgelöst hat. Ich werde nächste Woche bei einem Treffen mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin die Forderung einreichen, dass bei UEFA-Matches sobald wie möglich der Videobeweis eingeführt wird", sagte Malago. 

Der englische Schiedsrichter Michael Oliver hatte Real am Mittwochabend in der dritten Minute der Nachspielzeit nach einem Zweikampf zwischen Turins Verteidiger Medhi Benatia und Lucas Vazquez einen Strafstoß zugesprochen. 

Ronaldo schießt Juve ins Tal der Tränen

Nach heftigen Protesten der Turiner, bei denen Juventus-Torhüter Gianluigi Buffon die Rote Karte sah, verwandelte Madrids Superstar Cristiano Ronaldo den Strafstoß in der siebten Minute der Nachspielzeit zum 1:3-Endstand. Die Niederlage reichte Real nach dem 3:0-Hinspielsieg zum Halbfinal-Einzug.

Das VAR-System kommt seit dieser Saison in Deutschland und Italien zur Anwendung, um strittige Situationen aufzulösen. In Italien wird darüber diskutiert, das VAR-System auch in der Serie B einzuführen.