Bitcoin stürzt um 18 Prozent ab


Der Bitcoin ist bekannt für seine großen Schwankungen. Am Mittwochabend ging es für die digitale Währung erneut abwärts. Nach einem „Flash-Crash“ war der Bitcoin innerhalb weniger Stunden um gut 20 Prozent abgestürzt. Zuvor hatte die weltweit größte Kryptowährung jedoch noch neue Rekorde aufgestellt.

Erst am Montag durchbrach der Bitcoin die Rekordmarke von 10.000 Dollar und erreichte am Dienstagmittag ein neues Allzeithoch von 11.434 Dollar. Danach ging es rapide abwärts. Der Kurs pendelte sich in der Nacht zunächst knapp unterhalb der 10.000-Dollar-Marke ein.

Vor dem Crash hatten die großen Bitcoin-Börsen Coinbase und Gemini Ausfälle gemeldet, weil sie der Nachfrage nicht mehr Standhalten konnten. „Es ist nicht überraschend, dass wir hier etwas Konsolidierung sehen“, sagte Jonathan Krinsky vom Analysehaus MKM-Partners dem US-Börsensender CNBC. Schließlich sei der Bitcoin in den vergangenen Tagen deutlich in die Höhe geschossen.

Am Dienstagvormittag hatte zudem die US-Technologiebörse Nasdaq angekündigt, im kommenden Jahr Bitcoin-Futures anzubieten.


Grundsätzlich ist die Branche weiter zuversichtlich, dass es mit der Kryptowährung aufwärts geht. Ari Paul, Investment-Chef vom Krypto-Hedgefonds Blocktower Capital geht davon aus, dass in den kommenden Monaten auch große institutionelle Investoren einsteigen werden. „Mit den Futures, die ab Dezember an der Terminbörse CME gehandelt werden, können auch Stiftungen und Pensionsfonds einsteigen“, sagte er am Dienstag auf der Branchenkonferenz Consensus Invest in New York. Viele Risikokapitalgeber seien längst in Kryptowährungen investiert. Und von den zehn größten Family Offices des Landes hielten mindestens sieben digitale Währungen. In den kommenden Monaten könnten weitere institutionelle Investoren folgen.

Der Ökonomie-Nobelreisträger Joseph Stiglitz warnte unterdessen vor der Krypto-Währung, die in diesem Jahr allein rund 1000 Prozent zugelegt hat. Der Bitcoin sei nur erfolgreich, weil er nicht reguliert sei und Potenzial habe, bestehende Regeln zu umgehen, sagte der Professor der New Yorker Columbia University. „Mir scheint, er müsste verboten werden. Er erfüllt keine sinnvolle soziale Funktion.“