Bitcoin stürzt unter 10.000-Dollar-Marke

Der Hype um Kryptowährungen wie den Bitcoin hat auch bei Verbrauchern Begehrlichkeiten geweckt - und das wollen auch dubiose Anbieter ausnutzen. Marktwächterexperten der Verbraucherzentrale Hessen warnen deshalb vor undurchsichtigen Geschäften

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihre Talfahrt fortgesetzt und ist erstmals seit Anfang Dezember wieder unter die 10.000-Dollar-Marke gerutscht. Ein Bitcoin war am Mittwochnachmittag gut 9730 Dollar (rund 7960 Euro) wert, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Damit habe die bekannteste Kryptowährung seit dem 18. Dezember rund 50 Prozent an Wert verloren.

Im vergangenen Jahr hatte der Bitcoin seinen Wert verfünfundzwanzigfacht und sich Ende Dezember der Marke von 20.000 Dollar genähert. Der Höhenflug habe "eindeutig eine erhebliche spekulative Komponente" gehabt, sagte Analyst Craig Erlam von Oanda Trading. Der jetzige Kurssturz werde "sehr entmutigend" für diejenigen sein, die angenommen hätten, mit der Digitalwährung schnell zu Geld kommen zu können.

Zuletzt war die Digitalwährung, die im Jahr 2009 als ein von Zentralbanken und anderen staatlichen Institutionen unabhängiges Zahlungsmittel aus der Taufe gehoben worden war, verstärkt unter Druck geraten. In Südkorea - einem der wichtigsten Handelsplätze für Bitcoin - sorgten in der vergangenen Woche Pläne für ein Verbot des Handels mit virtuellen Währungen für erheblichen Wirbel.