"Bitcoin ist keine Währung": Experten warnen vor Blase

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sind Rufe nach einer stärkeren Regulierung sogenannter Kryptowährungen laut geworden.

Die britische Premierministerin Theresa May warnte davor, dass Kriminelle virtuelles Geld wie den Bitcoin für krumme Geschäfte nutzen würden. Dies müsse beobachtete werden. Eine Forderung, der sich in Davos zahlreiche Vertreter der Geldindustrie anschlossen.

Cecilia Skingsley, stellvertretende Gouverneurin der schwedischen Zentralbank Riksbank, erklärte im euronews-Interview, dass Bitcoin und Co. nicht die Kriterien einer Währung erfüllen.  "Der Bitcoin und andere Kryptowährungen sind nicht mit gewöhnlichem Geld zu vergleichen, hinter dem eine Behörde wie eine Zentralbank steht", sagte Skingsley.

"Kryptowährungen sind nicht besonders effizient. Sie sind weder ein stabiler Wertspeicher noch ein funktionierendes Tauschmittel." Es liege an jedem Einzelnen, zu entscheiden, ob er in diese Art von Vermögenswerten investieren möchte oder nicht. Aber für Cecilia Skingsley sind sie keine Alternative zu dem Geld, hinter dem die Zentralbank steht.

Transaktionen mit digitalen Währungen wie dem Bitcoin geschehen bisher absolut anonym – keine Zentralbank steuert sie. Nicht nur deshalb stehen Kryptowährungen schon länger in der Schusslinie von Finanzaufsehern und Politikern.

Der Kurs des Bitcoin stürzte zuletzt rapide ab. Experten wie der milliardenschweren US-Investor George Soros warnten in Davos erneut vor einer Blase. "Der Bitcoin ist keine Währung", sagte der 87-Jährige am Rande des Weltwirtschaftsforums. "Es ist Spekulation."

Für eine Währung fehle die Stabilität, erklärte Soros. "Eine Währung, die 25 Prozent am Tage schwankt, kann nicht genutzt werden, um etwa Löhne zu zahlen."