Bitcoin & Co unter Druck: Nur ein Coin stemmt sich gegen den Trend

Nikolas Kessler
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Bitcoin & Co tiefrot – Sinneswandel beim IWF

Schwarzer Tag für Krypto-Investoren: Nach Daten der Plattform coinmarketcap.com haben fast alle großen Kryptowährungen innerhalb der letzten 24 Stunden teils heftige Verluste erlitten. Der Bitcoin ist inzwischen deutlich unter die Marke von 15.000 Dollar gefallen. Lediglich ein Coin kann sich dem Abverkauf entziehen.

Während von den nach Marktkapitalisierung zehn größten Kryptowährungen vor allem IOTA (-20,6 Prozent), Bitcoin (-12,5 Prozent) und Bitcoin Cash (-12,3 Prozent) innerhalb der letzten 24 Stunden Federn lassen mussten, konnte Ripple (XRP) an die jüngste Rallye anknüpfen und im selben Zeitraum über sieben Prozent zulegen.

Am Mittwochabend hat der Ripple-Kurs bei 1,47 Dollar ein neues Allzeithoch markiert, nachdem er am 24. Dezember noch kurzzeitig unter die Marke von einem Dollar zurückgefallen war. Allein im Dezember steht damit nun ein Plus von rund 460 Prozent zu Buche, auf Jahressicht sind es inzwischen sogar weit über 20.000 Prozent.

Liebling der Banken

Neuen Treibstoff für die Rallye hat zuletzt eine Meldung aus Japan geliefert, wonach das Fintech SBI Holdings und deren Tochter SBI Ripple Asia einige japanische Kreditkarten-Unternehmen für ein Konsortium gewinnen konnten, das sich der Verwendung der Blockchain-Technologie im Payment-Sektor widmen will.

Zuvor hatten bereits einige japanische und südkoreanische Banken Test mit grenzüberschreitenden Transaktionen über das Ripple-System angekündigt. Darüber hinaus arbeiten nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Finanzinstitutionen mit dem Ripple-Netzwerk, darunter American Express, UBS oder Banco Santander. Dies Umstand hat Ripple den Spitznamen „Bitcoin für Banken“ eingebracht.

Hinter Ripple und dem XRP-Token steckt das Start-up Ripple mit Sitz in San Francisco, das sich der Entwicklung neuer Zahlungsnetzwerke für Banken, Börsen und andere Finanzinstitute verschrieben hat. Transaktionen via XRP sollen schneller, günstiger und stabiler ablaufen als bei herkömmlichen Payment-Systemen und anderen Kryptowährungen. Da Ripple jedoch eher einer Datenbank gleicht und im Vergleich zu Bitcoin und Co nicht von den Nutzern selbst gemined werden kann, wird es von Kritikern nicht als „echte“ Kryptowährung akzeptiert.

Hochspekulativ!

Dass Banken und Finanzinstitute auf Ripple setzen oder damit experimentieren, macht den XRP-Token nicht weniger spekulativ. Wie bei allen Crypto-Coins besteht das Risiko eines Totalverlusts. Dies sollten Investoren stets bedenken. 

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