Bitcoin Cash: Der bessere Bitcoin?

Nikolas Kessler
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Bitcoin gibt wieder Gas: 8.000-Dollar-Marke zum Greifen nahe

Der Bitcoin hat seine Korrektur am Wochenende fortgesetzt. Während im Zuge dessen auch zahlreich weitere Kryptowährungen unter Druck geraten sind, steht Bitcoin Cash als lachender Gewinner da. Nicht nur bei Krypto-Investoren ist die Bitcoin-Abspaltung in den Fokus geraten.

Erst am vergangen Mittwoch hatte der Bitcoin bei rund 7.882 Dollar sein bisheriges Allzeithoch erreicht. Seitdem ging es in der Spitze jedoch um 30 Prozent auf rund 5.500 Dollar bergab. Zwar kann sich der Kurs zu Wochenbeginn wieder oberhalb der 6.000-Dollar-Marke etablieren, die jüngste Rallye mit neuen Rekordkursen wie am Fließband scheint vorerst jedoch unterbrochen.

Als Hauptgrund für den Dämpfer gilt die Absage der für Mitte November geplanten Software-Änderung SegWit2x, durch die die Blockgröße erhöht und Transaktionsgebühren gesunken wären. Zahlreiche Bitcoin-Investoren hatten auf eine Hard Fork und somit einen zweiten, kostenlosen Coin spekuliert und nach der Absage Gewinne mitgenommen.

„Stiefkind“ Bitcoin Cash auf der Überholspur

In den Fokus rückt stattdessen nun Bitcoin Cash, der bereit größere Blöcke implementiert hat und somit deutlich geringere Transaktionsgebühren ermöglicht. Dessen Kurs hat sich seitdem in der Spitze auf rund 2.500 Dollar beinahe vervierfacht. Einen Teil der Gewinne musste Bitcoin Cash inzwischen aber ebenfalls wieder abgeben. Am Montagmorgen notiert die Bitcoin-Abspaltung wieder im Bereich von 1.300 Dollar.

Spannend ist allerdings, dass Bitcoin Cash zunehmend in den Fokus der Miner gerät. Während die Hash Rate des Bitcoins laut dem Portal btc-echo.de zuletzt gefallen ist, konnte Bitcoin Cash einen deutlichen Anstieg verzeichnen – von 800 PH/s auf 4.600 PH/s. Der Preisanstieg von Bitcoin Cash mache das Mining lukrativer, heißt es dort zu Begründung.

Nur für Zocker

Die heftigen Kursbewegungen bei Bitcoin und Bitcoin Cash zeigen eindrucksvoll, dass die Spekulation mit Kryptowährungen nichts für schwache Nerven ist. Im Falle des Bitcoins sind sie allerdings auch nicht ungewöhnlich: Früher in diesem Jahr ist der Kurs bereits zwei Mal innerhalb weniger Tage um rund 40 Prozent eingebrochen. Statt alles auf eine Karte beziehungsweise einen Coin zu setzen, können sich Krypto-Zocker mit breiterer Streuung etwas absichern.