Bitcoin-Alternative Litecoin: Gründer hat genug von der Rallye

Nikolas Kessler
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Bitcoin-Alternative Litecoin: Gründer hat genug von der Rallye

Der Bitcoin hat vor dem Wochenende die Marke von 18.000 Dollar überwunden und somit seit Jahresbeginn rund 1.700 Prozent an Wert gewonnen. Das ist beachtlich, doch anderen Kryptowährungen wie der Litecoin sind sogar noch viel stärker gestiegen. Zuviel der Guten, findet sogar Litecoin-Erfinder Charlie Lee selbst.

„Ich wäre froh, wenn der Litecoin Ende nächsten Jahres auch noch im Bereich von 300 Dollar stehen würde“, sagte Lee im Interview mit CNBC nach einer Woche, in der sich die von ihm erschaffene Kryptowährung in der Spitze mehr als verdreifacht hat. Seit Jahresanfang ist der Litecoin sogar um fast 8.000 Prozent gestiegen. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 16,3 Milliarden Dollar ist er inzwischen die fünftgrößte Kryptowährung. Er sei selbst noch sehr überrascht, wie stark der Preis gestiegen sei, so Lee.

Er mahnt jedoch, dass die rasante Wertsteigerung die weitere Verbreitung als Zahlungsmittel behindert. Die meisten würden sie derzeit nur als spekulatives Asset ansehen, anstatt Transaktionen in der echten Welt damit durchzuführen. „Es wird wahrscheinlich noch fünf Jahre dauern, bis Menschen anfangen, im täglichen Leben mit Bitcoins oder Litecoins zu bezahlen“, sagt Lee.

„Investiert verantwortungsvoll!“

In Anbetracht der schwindelerregenden Bewertung hatte Lee bereits Anfang Dezember auf Twitter versucht, die Euphorie etwas zu zügeln – was nicht bei allen Krypto-Bullen gut angekommen ist. Dennoch nutzte er auch das CNBC-Interview für warnende Worte: „Ich will die Leute nur dazu ermahnen, verantwortungsvoll zu investieren. Niemand sollte seine gesamten Ersparnisse in Kryptowährungen stecken.“ Ein Rat, dem sich auch DER AKTIONÄR trotz aller Euphorie und ständig neuer Höchststände nur anschließen kann.