Ein bislang unterschätztes Problem könnte Bitcoin zur Gefahr für die Demokratie machen

Christoph Damm
Bitcoin

Durch rasant gestiegene Preise haben Digitalwährungen wie Bitcoin und Ether immer mehr Aufmerksamkeit gewonnen. Als dann auch noch namenhafte Unternehmen, wie beispielsweise Daimler und Lieferando, diese Kryptowährungen, beziehungsweise die Technologie dahinter, für die reale Wirtschaft eingesetzt haben, wurde der Trend immer deutlicher.

Besonders positiv: Die Nachfrage nach Kryptowährungen wird aus mehreren Gründen geschürt: So spekulieren einerseits immer mehr Anleger darauf, mit Hilfe von Bitcoin und Co. ihr Geld zu vermehren, so wie es in der Vergangenheit wegen der starken Schwankungen schon viele Investoren geschafft haben — trotz der Warnung vieler Experten, dass die Blase, die in diesem Bereich entsteht, irgendwann platzen werde.

„Kryptowährungen sind undemokratisch“

Doch es gibt auch Menschen, die nicht auf Wertsteigerung aus sind, sondern hinter der gesamten Idee stehen, nämlich hinter einer bankenunabhängigen Währung. Es gibt keine Notenbank, die Geld drucken könnte, sondern im Falle von Bitcoin sogar nur eine begrenzte Anzahl an sogenannten Token, wie die Einheit genannt wird. Deshalb, so die Anhänger des digitalen Zahlungsmittels, sei für die Wertstabilität gesorgt.

Über Gefahren und Nachteile von Kryptowährungen wurde aber schon häufig diskutiert, nun warnt Mark Coeckelbergh vor Gefahren für die gesamte Demokratie. In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ hat der belgische Philosoph erklärt, dass komplexe Themen wie die Blockchain, also die Technologie hinter Kryptowährungen, an vielen Menschen vorbeigeht.

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