Das bislang irrste Duell zwischen Merkel und Seehofer im Tagesprotokoll

Lennart Pfahler
Seehofer vs. Merkel.

Angela Merkel (CDU) schickte einen ihrer besten Männer vor an diesem Donnerstagmorgen. Vielleicht ahnte sie schon, dass es ein historischer Tag werden würde.

Ein Tag, an dem sie und die gesamte Unionsfraktion nur knapp an einer Katastrophe vorbei schrammten. Der mindestens zeigte: Wir haben eine waschechte Regierungskrise.

► Es ist 8:11 Uhr. Im ARD-“Morgenmagazin” spricht Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, ein Vertrauter der CDU-Chefin, über den noch immer nicht geschlichteten Unions-Streit in der Asylpolitik. 

“Wenn Angela Merkel für eine europäische Lösung eintritt, dann hat sie auch meine Unterstützung”, sagt Laschet, dunkler Anzug, violette Krawatte.

Der Aachener, der in Nordrhein-Westfalen lange für Integration zuständig war, kritisiert die Pläne des CSU-Chefs und Innenministers Horst Seehofer scharf, Flüchtlinge an der Grenze abzuweisen.

Es sei zu befürchten, dass die betroffenen europäischen Länder sagen: “Dann registrieren wir nicht mehr.” Das sei “hochriskant”. 

Noch gibt es Hoffnung am Morgen

► 9:08 Uhr: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ist optimistisch. 

Eine Lösung scheint sich anzubahnen – nach dem kurzfristig einberufenen Treffen zwischen Merkel, Seehofer, Kanzleramtsminister Helge Braun, dem hessischen Regierungschef Volker Bouffier und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder am Mittwochabend.

Ein Blick auf das geheime Gipfel-Treffen.

Die CSU-Spitze habe Merkel einen Kompromissvorschlag unterbreitet. Sie wolle weiter Asylbewerber, die schon in einem anderen europäischen Land registriert sind, an der deutschen Grenze zurückweisen. 

“Zugleich unterstützt die CSU aber alle Bemühungen, auf europäischer Ebene gleichwertige Maßnahmen zu vereinbaren”, schreibt die dpa.

Es...

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