Biotest-Hauptaktionär Creat bereitet Verkauf vor: Kreise

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(Bloomberg) -- Die chinesische Creat Group Corp. will ihre Mehrheitsbeteiligung am Blutplasma-Spezialisten Biotest AG womöglich abstoßen und arbeitet informierten Kreisen zufolge bei den vorbereitenden Schritten mit der Bank of America Merrill Lynch zusammen. Wie zu hören ist, wurde bereits mit der Sondierung des Kaufinteresses begonnen.

Zu den potenziellen Interessenten dürften Beteiligungsgesellschaften zählen. Triton-Manager Martin Huth etwa hatte im März erklärt, Biotest auf dem Radar zu haben. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Biotest-Aktie 32% zugelegt. Der Börsenwert des Unternehmens aus Dreieich bei Frankfurt stieg damit auf rund 1,2 Milliarden Euro.

Creat hat sein Geschäft seit 2016 mit Übernahmen verstärkt. Der Konzern besitzt bereits die britische Bio Products Laboratory Ltd. und ist zudem am Blutplasmahersteller Shanghai RAAS Blood Products Co. beteiligt. In den USA rückten die Zukäufe das Unternehmen in den Fokus des Ausschusses zur Kontrolle von Investitionen ausländischer Firmen (CFIUS). Der zwang die Chinesen, das US-Geschäft von Biotest abzugeben.

In diesem Jahr hat Creat darüber hinaus bereits die US-Plasmazentren von BPL verkauft. Die Deinvestitionen der US-Aktivitäten hätten die strategischen Gründe für die Akquisitionen zunichte gemacht, so mit den Überlegungen vertraute Personen. Nordamerika macht nach Angabe von Biotest etwa die Hälfte des globalen Marktes für Blutplasma aus.

Die Vorbereitungen für einen möglichen Verkauf von Biotest befinden sich den Angaben zufolge im frühem Stadium. Ein Creat-Sprecher reagierte nicht umgehend auf eine Bitte um einen Kommentar. Sprecher von Biotest und der Bank of America lehnten Stellungnahmen ab.

Die Vorzugsaktien von Biotest zogen am späten Vormittag um bis zu 5,8% an, die Stammaktioen sprangen sogar um bis zu 12%.

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