Biotest AG: Biotest stärkt Position im wichtigen Hämophilie-Markt Deutschland durch neuen Patientenservice

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11.10.2017 / 07:00
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PRESSEMITTEILUNG

Biotest stärkt Position im wichtigen Hämophilie-Markt Deutschland durch neuen Patientenservice

- Biotest unterstützt Heimselbstbehandlung durch Krankenschwester

- Neuer Ansatz abgestimmter Therapieunterstützung für individuelle
 Patientenbedürfnisse

- Biotest beginnt mit wichtigem Hämophilie-Markt Deutschland


Dreieich, 11. Oktober 2017. Die ärztlich kontrollierte Heimselbstbehandlung ermöglicht es Patienten mit der Bluterkrankheit (Hämophilie) ein fast normales Leben zu führen und das Risiko von spontanen Blutungen zu minimieren. Voraussetzung dafür ist eine konsequente und korrekte Anwendung der Präparate zu Hause. Mit dem neuen haemoPRO-Service, der Unterstützung u.a. durch eine Krankenschwester, will Biotest den Patienten und unterstützenden Angehörigen und Betreuern die nötige Sicherheit in der Anwendung der Medikamente vermitteln. Biotest stellt so sicher, dass allen Patienten die für sie optimale, individuelle abgestimmte Therapie ermöglicht wird. Im für Biotest wichtigsten und größten Hämophilie-Markt Deutschland kann so der Patientennutzen verbessert werden.

Das Biotest-Programm haemoPRO setzt dort an, wo trotz ausführlicher Einweisung durch den Arzt Unsicherheiten bei der fachgerechten Verabreichung des Gerinnungsfaktors auftreten. In den Hämophiliezentren werden die Patienten und deren Angehörige auf die Heimselbstbehandlung vorbereitet und ausführlich geschult, steril zu arbeiten und das Pulver richtig aufzulösen sowie es intravenös zu applizieren. Manchen Betroffenen und deren Angehörigen bereitet es aber möglicherweise dennoch Schwierigkeiten, das im Zentrum Gelernte anschließend auch im privaten Umfeld umzusetzen. So fällt es Eltern mitunter schwer, bei ihrem Kind eine passende Vene für die Injektion zu finden. Es kann auch vorkommen, dass ältere Patienten aufgrund von Zusatzerkrankungen nicht in der Lage sind, sich selbst zu spritzen. Manchmal sind es aber auch körperliche Einschränkungen, wie beispielweise ein Armbruch, die eine Heimselbstbehandlung vorübergehend unmöglich machen.

In solchen und ähnlichen Fällen steht der Service von haemoPRO grundsätzlich allen Patienten offen, die mit Gerinnungsfaktoren von Biotest behandelt werden. Stimmt der Patient nach der Vorstellung des haemoPRO-Services durch den Arzt seiner Teilnahme zu, kontaktiert die
haemoPRO-Krankenschwester den Patienten und vereinbart Besuchstermine. haemoPRO hält den Arzt nach jedem Kontakt über die Schulungsergebnisse auf dem aktuellen Stand. So kann in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.

Über Hämophilie
Weltweit ist einer von 10.000 Menschen von dieser unheilbaren Erbkrankheit betroffen. Hämophilie ist eine von zahlreichen Gerinnungsstörungen, die verhindern, dass das Blut gerinnt. Menschen mit Hämophilie können innere Blutungen erleiden, die von scheinbar kleineren Verletzungen stammen. Blutungen in Gelenken und Muskeln verursachen starke Schmerzen und führen zu schweren körperlichen Einschränkungen bis hin zum Tod, wenn Hauptorgane wie zum Beispiel das Gehirn betroffen werden. Die Behandlung von Blutungen erfordert die sofortige Gabe von Gerinnungsfaktorenkonzentraten. Hämophilie A wird durch einen Mangel an Gerinnungsfaktor VIII verursacht. Daher erkennt das Immunsystem des Patienten den intravenös verabreichten therapeutischen Faktor VIII oft als Fremdprotein (Antigen). In der Folge entwickeln bis zu 30% der Patienten mit einer schweren Hämophilie Antikörper gegen diesen therapeutischen Faktor VIII. Diese Antikörper werden Inhibitoren genannt, weil sie den Therapieeffekt von Faktor VIII reduzieren oder gar eliminieren. Die meisten Inhibitoren entwickeln sich in der frühen Kindheit und beeinträchtigen die Fähigkeit des Faktor VIII, Hämorrhagien zu verhindern oder zu bewältigen. Dies resultiert in höheren Komplikations- und Behinderungsraten, Sterblichkeit und Therapiekosten. Die Entstehung von Inhibitoren ist die schwerste Komplikation in der heutigen Hämophiliebehandlung. Die Vermeidung der Entwicklung von Inhibitoren wäre die effektivste Grundvoraussetzung für eine kontinuierliche Therapie, welche den Hämophiliepatienten ein fast normales Leben ermöglichen könnte, ohne dass sie irreversible Gelenkschäden erleiden müssten. Für weitere Informationen zu Hämophilie und Faktor VIII besuchen Sie bitte die Website der World Federation of Hemophilia auf http://www.wfh.org/en/page.aspx?pid=646

Über Biotest
Biotest ist ein Anbieter von Plasmaproteinen und biotherapeutischen Arzneimitteln. Mit einer Wertschöpfungskette, die von der vorklinischen und klinischen Entwicklung bis zur weltweiten Vermarktung reicht, hat sich Biotest vorrangig auf die Anwendungsgebiete Klinische Immunologie, Hämatologie und Intensiv- und Notfallmedizin spezialisiert. Biotest entwickelt und vermarktet Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren und Albumine, die auf Basis menschlichen Blutplasmas produziert werden und bei Erkrankungen des Immunsystems oder der blutbildenden Systeme zum Einsatz kommen. Darüber hinaus entwickelt Biotest monoklonale Antikörper, unter anderem in den Indikationen Blutkrebs und Systemischer Lupus Erythematodes (SLE), die biotechnologisch hergestellt werden. Biotest beschäftigt weltweit mehr als 2.500 Mitarbeiter. Die Vorzugsaktien der Biotest AG sind im SDAX der Deutschen Börse gelistet.

IR Kontakt:

Dr. Monika Buttkereit
Telefon: +49-6103-801-4406
E-Mail: investor_relations@biotest.de

PR Kontakt:

Dirk Neumüller
Telefon: +49 -6103-801-269
E-Mail: pr@biotest.com

Biotest AG, Landsteinerstr. 5, 63303 Dreieich, www.biotest.com

Stammaktie: WKN: 522720; ISIN: DE0005227201
Vorzugsaktie: WKN: 522723; ISIN: DE0005227235
Notiert: Prime Standard
Freiverkehr: Berlin-Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart

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