Biotech-Perle Sangamo: Mega-Deal mit Gilead – Aktie vor Kursschub

Michel Doepke
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BB-Biotech-Beteiligung Vertex und Gen-Schere Top-Player CRISPR starten Studie in Regensburg

In den letzten Wochen hatte DER AKTIONÄR mehrfach die Aktie von Sangamo sowohl auf der Homepage als auch in der Printausgabe vorgestellt und auf die hochinteressante Zinkfinger-Nukleasen-Methode hingewiesen. Denn mit Pfizer und Bioverativ (in Zukunft zu Sanofi gehörend) setzen bereits zwei große Player auf den Ansatz. Die Spekulation auf neue Kooperationen ist aufgegangen. Krebsimmuntherapie-Spezialist Kite Pharma, welcher mittlerweile zu Gilead gehört, hat einen milliardenschweren Deal mit Sangamo geschlossen.

In der neuen Ausgabe hat DER AKTIONÄR im Rahmen einer Biotech-Übernahmestory auch Sangamo erneut als heißen Player vorgestellt. Im Artikel steht: "Da die ZFN-Methode unter anderem vielversprechend in klinischen Studien bei HIV-Patienten angewendet wird, könnte beispielsweise Gilead bereits ein Auge auf die Biotech-Schmiede Sangamo Therapeutics geworfen haben." Perfektes Timing. Gilead setzt in Zukunft auf die Sangamo-Technologie. Damit geht die AKTIONÄR-Spekulation auf weiter steigende Kurse durch neue Kooperationen und Projekte auf. Rund zehn Prozent kann die Sangamo-Aktie zulegen.

Milliardenschwerer Deal

Im Rahmen der Kooperation sollen mithilfe der Zinkfinger-Methode (Konkurrenz-Technologie zur Gen-Schere CRISPR) neuartige Zelltherapien außerhalb des Körpers der Patienten entwickelt werden. Sangamo erhält eine Upfront-Zahlung von 150 Millionen Dollar, bis zu 3,01 Milliarden Dollar an Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen an den Nettoverkäufen an bis zu zehn Produkten. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung von Sangamo beträgt gerade einmal gut zwei Milliarden Dollar. Die Aktie bleibt einer der spannendsten Werte unter den US-Biotechs. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand, die dynamische Aufwärtsbewegung der letzten Monate dürfte sich mit dem Deal im Rücken abermals beschleunigen.