Biontech für Taiwan: Foxconn-Milliardär will Impfdosen kaufen

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Der Foxconn-Gründer Terry Gou.
Der Foxconn-Gründer Terry Gou.

Der Foxconn-Milliardär Terry Gou will für Taiwan aufgrund steigender Infektionszahlen fünf Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech kaufen. Ein entsprechender Antrag wurde bei der taiwanesischen Regierung eingereicht, wie das "Handelsblatt" berichtet. Gou ist Gründer des Apple-Zulieferers Foxconn — einem der weltweit größten Fertigungsbetriebe für elektronische Produkte.

Die Regierung überprüft dem taiwanesischen Gesundheitsminister Chen Shih-chung zufolge nun den Antrag. Gou hat vor, den Impfstoff ohne Zwischenhändler von Deutschland nach Taiwan zu transportieren, heißt es. Bereits zu Beginn des Jahres gab es Gespräche über Impfstofflieferungen zwischen Taiwan und Biontech. Nach Angaben der taiwanesischen Regierung scheiterten die Gespräche durch Druck aus China. Das Nachbarland wies die Vorwürfe zurück.

Zwischen den beiden Nationen währt ein jahrelanger Konflikt. Die Volksrepublik sieht Taiwan als Teil des eigenen Territoriums an. Taiwan sieht sich indessen als souveräner Staat.

Weiteres Konfliktpotenzial birgt der Vertrag vom chinesischen Unternehmen Fosun Pharma mit dem deutschen Impfstoffhersteller. Fosun und Biontech trafen bereits im Frühjahr 2020 eine Lizenzvereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung des Vakzins in China, Hongkong, Macau und Taiwan.

Taiwan will nun direkt mit Biontech verhandeln. Das Land vertraut demnach nicht auf die Vakzine aus dem Nachbarland China. Die chinesische Regierung beschuldigt Taiwan derweil, das Abkommen mit Fosun zu umgehen.

kh

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