Biontech-Aktie: Shutdown könnte bis Herbst 2021 endgültig Geschichte sein

Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
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Corona Börsencrash
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Biontech (WKN: A2PSR2)s Vorstandsvorsitzender Dr. Ugur Sahin macht Hoffnung in der Pandemie. Er geht davon aus, dass nach einer Impfung der Bevölkerungsmehrheit Wirtschaftsschließungsmaßnahmen (Shutdowns) aufgrund des Coronavirus ab Ende September 2021 für immer beendet werden können. Die Aktie ist seit Erstnotiz an der Börse bereits um mehr als 524 % gestiegen (25.03.2021).

Aktuell liegt Deutschland mit einer Erstimpfquote von gerade einmal 9,79 % weltweit gesehen sehr weit hinten. Doch die Impfgeschwindigkeit nimmt auch hierzulande stetig zu. Aktuell liegt sie bei etwa 200.000 Impfungen pro Tag, während sie Anfang Februar 2021 noch bei etwa 50.000 stand (25.03.2021).

Zuletzt gab es zu Biontech folgende zwei interessanten Neuigkeiten.

Biontech testet Impfstoff an Kindern

Bisher ist Biontechs Impfstoff in den USA für Jugendliche ab 16 Jahren zugelassen. Bei Personen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren werden gerade in den USA und Europa Studien abgeschlossen. Dabei werden zwei Impfungen im Abstand von mehreren Wochen verabreicht.

Nun wird Biontech zusammen mit Pfizer (WKN: 852009) seinen bisher sehr erfolgreichen Impfstoff auch an Kindern unter zwölf Jahren testen. Zwar ist ihr Immunsystem sehr stark ausgeprägt, aber sie könnten ungeimpft dennoch den Virus übertragen.

Bei den Studien wird ähnlich wie bei den Erwachsenenuntersuchungen vorgegangen. So werden zunächst 144 Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren mit drei verschiedenen Dosierungen geimpft. Wird er hier gut vertragen, werden Kinder zwischen zwei und vier Jahren hinzugenommen. Wenn er sich auch hier als sicher herausstellt, folgen Kleinkinder zwischen sechs Monaten und zwei Jahren.

Nach einem Zufallsprinzip wird im Verhältnis zwei zu eins entweder der Impfstoff oder ein Placebo verabreicht. Nach sechs Monaten werden die Ergebnisse analysiert und über eine Zulassung in den Altersgruppen entschieden.

Hongkong setzt Impfungen aus

China kritisiert seit einiger Zeit Biontechs Impfstoff, um keine Zweifel darüber aufkommen zu lassen, dass Sinovacs Impfstoff überlegen ist. Doch diese Theorie kann die Praxis nicht bestätigen. So sind in Hongkong bereits Menschen nach einer Sinovac-Impfung gestorben. Biontechs Mittel wird hingegen gut vertragen.

Aus diesem Grund haben sich zuletzt mehr als doppelt so viele Menschen für den Impfstoff aus Deutschland entschieden, was der chinesischen Regierung nicht gefallen haben dürfte. Nun sind bei Biontech-Dosen, die in Deutschland produziert und nach Hongkong exportiert wurden, plötzlich Verpackungsmängel aufgetreten. So wird über gerissene Behälter und lose Deckel berichtet. Hongkong hat deshalb nun Biontech-Impfungen ausgesetzt.

Hongkong hat 7,5 Mio. Dosen bei Biontech bestellt und sieht sein Programm jetzt gefährdet. Nun wird nach der Ursache gesucht. Der chinesische Partner Fosun Pharma (WKN: A1J68D) übernahm den Transport, die Lagerung und den Vertrieb der Spritzen. Die Vorkommnisse sind weltweit einzigartig. So wird Biontechs Impfstoff bereits in 61 Ländern verabreicht, während Sinovac nur in sechs Länder benutzt wird (Stand: 16.02.2021).

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