Binchotan: Was kann die "weiße Kohle" wirklich?

(Foto: Instagram/ecolabo)

Seit einiger Zeit geistert immer wieder ein Stoff durch sämtliche Beauty-Foren und -Blogs: Aktivkohle. Sie soll unsere Haut reiner oder unsere Zähne weißer machen. Doch wussten Sie, dass viele die Kohle auch innerlich anwenden – indem sie damit ihr Trinkwasser anreichern?

Wie reinigt Kohle mein Wasser?

Doch wie soll Aktivkohle überhaupt wirken? Durch ihre große Oberfläche bindet sie andere Stoffe an sich und macht diese unschädlich – deshalb soll sie auf der Haut angewendet beispielsweise Schmutz anziehen und sie klar und rein zurücklassen. In der Luft – und auch im Wasser – wirkt Aktivkohle angeblich als Filter. Dafür gibt sie negativ geladene Ionen ab. Die Aktivkohle, die das schaffen soll, heißt Binchotan und stammt aus Japan. Dort wird Kohle in Handarbeit aus japanischer Steineiche gebrannt. Dadurch wird sie weiß – daher der Name Binchotan, also “weiße Kohle”.

Die Kraft im Wasser

Die weiße Kohle legt man nun in sein Trinkwasser, wo es dann den pH-Wert ausgleichen und mineralisieren soll. Auch Chemikalien und Chlor werden herausgefiltert. Als Richtwert gilt: Pro einem Liter Wasser sollen 100 Gramm Binchotan hinzugegeben werden. Um die Kraft zu aktivieren, wird sie erst abgespült, dann in kaltes Wasser gelegt, welches dann drei Minuten zum Kochen gebracht wird. Doch ist es auch gesund? Gefährlich sei das Anreichern mit Binchotan auf keinen Fall, da sind sich Forscher einig – ob es das Wasser wirklich aufwertet und uns von innen reinigt, dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Doch oftmals versetzt Glauben eben Berge.

Vielseitig einsetzbar

Dennoch schwören Japaner seit Jahrhunderten auf die Kraft von Binchotan: Sie legen es nicht nur in ihr Wasser, sie kochen etwa auch ihren Reis mit einem kleinen Stück Kohle, um ihn zu säubern und ihm einen milden Geschmack zu verleihen. Im Wasser soll sie ein bis zwei Monate haltbar sein, danach reinigt man die Kohle und energetisiert sie wieder, indem man sie zehn Minuten in kochendes Wasser legt. Nach etwa einem halben Jahr verwenden sie viele als Luftfilter oder sogar als Dünger für ihre Pflanzen.

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