Bima-Chef Jürgen Gehb: "Berlin sollte Millionenbetrag lieber in den Neubau stecken"

Der promovierte Jurist und langjährige CDU-Abgeordnete Jürgen Gehb steht seit 2010 an der Spitze der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Geht es um den Wohnungsmangel in der Hauptstadt, fällt in politischen Talkrunden unweigerlich der Name "Bima". Hinter dem Kürzel verbirgt sich die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn wurde 2005 gegründet, um Grundstücke und Gebäude des Bundes zu verwalten und diese, falls sie für Zwecke des Bundes nicht mehr benötigt werden, zum Höchstpreis zu veräußern. In Berlin sorgt das immer wieder für Konflikte – denn die Bima verkauft auch Grundstücke, die das Land Berlin selber gern hätte. Im Senat und vor allem bei den Abgeordneten von Linken und Grünen gilt die Bima deshalb als Preistreiberin und Mitverantwortliche für die Wohnungsknappheit.

Die Berliner Morgenpost sprach mit dem Bima-Vorstandssprecher Jürgen Gehb (65) über die verhärteten Fronten im Streit um die Verkaufspolitik der Anstalt in Berlin.

Herr Gehb, was gehört der Bima in Berlin?

Jürgen Gehb: Uns gehören nahezu alle Regierungsgebäude und auch die Liegenschaften aller Bundesbehörden wie etwa BND, Bundespolizei und Zoll sowie zahlreiche Wohnliegenschaften und freie Flächen. Allerdings können wir diese Immobilien nicht einfach veräußern, sondern nur solche, die zu Dienstzwecken nicht mehr benötigt werden. Unsere Hauptaufgabe ist deshalb auch nicht der Verkauf, sondern die Verwaltung der Gebäude.

Ein Beispiel?

Wir haben an der Wilhelmstraße in Mitte gegenüber vom Finanzministerium eine große Fläche, die derzeit als Parkplatz genutzt wird. Hier könnte per­spektivisch der Erw...

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