Billionenmarkt als Crash-Auslöser? Experten erklären, wie gefährdet das Finanzsystem wirklich ist

Christoph Damm
Frankfurt boerse

Wer nach Möglichkeiten sucht, Geld mit einer attraktiven Rendite anzulegen, kommt heute nicht an ETF-Empfehlungen vorbei. Die Abkürzung steht für Exchange Traded Fund und bezeichnet Wertpapiere, die einen gesamten Index abbilden — beispielsweise den DAX.

In der Praxis heißt das: Der Kurs eines ETF folgt stets diesem Index, weshalb ETFs keinen Fondsmanager benötigen, der aktiv Aktien ins Depot kauft oder daraus verkauft. Darum sind die ETFs deutlich kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds. Die Kosten der allermeisten ETFs liegen unter 0,5 Prozent der investierten Anlagesumme pro Jahr. Das ist nur ein Fünftel — teils sogar noch weniger — im Vergleich zu den Kosten traditioneller Fonds. 

Vorteile von ETFs

Durch die Bindung an einen Index sind ETFs zudem transparent — Anleger wissen genau, was sich in dem Produkt befindet. Kauft ein Anleger also einen ETF auf den DAX, streut er sein Risiko mit nur einem Wertpapier auf alle 30 Aktien, die sich im DAX befinden. Zudem weiß er genau: Steigt der DAX um ein Prozent, steigt auch sein ETF um ein Prozent.

Ein weiterer Vorteil: ETFs sind schnell und liquide handelbar. Zu Börsenzeiten lassen sich die Produkte wie Aktien schnell kaufen oder verkaufen. Wegen dieser vielen Vorzüge für Anleger hat sich das ETF-Volumen innerhalb von wenigen Jahren vervielfacht: Lag es vor der Finanzkrise im Jahr 2006 noch bei 566 Milliarden US-Dollar (486 Milliarden Euro), ist es bis Ende 2016 auf 3,4 Billionen US-Dollar (2,9 Billionen Euro) gestiegen.

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