Billard-Gegentor! RB lässt BVB-Patzer ungenutzt

Aus in der Europa League, Champions League in Gefahr: Drei Tage nach der 2:5-Pleite bei Olympique Marseille hat RB Leipzig auch sein Bundesligaspiel bei Werder Bremen nicht gewonnen.

Der Vize-Meister kam an der Weser nur zu einem 1:1 (0:1)-Unentschieden und muss bei vier Punkten Rückstand auf Platz vier immer mehr um die Qualifikation für die Königsklasse bangen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Dabei hätte RB mit einem Sieg vom BVB-Pazter profitieren und den Abstand zu den Westfalen auf zwei Zähler verkürzen können. Die Hanseaten hingegen beseitigten mit diesem Remis auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt und schraubten ihr Punktekonto von 36 auf 37.

Unter Trainer Florian Kohfeldt haben die Norddeutschen im Weserstadion noch keine einzige Partie verloren. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Werder drückt und geht in Führung

"Unterm Strich ist es ein gerechter Punkt, wir nehmen ihn mit, er ist wichtig für uns", sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl. "Es war klar, dass wir heute nicht 90 Minuten powern können, deshalb wollten wir heute defensiv spielen, aber das ist einfach nicht unser Fußball."

"Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gegen einen sehr guten Gegner gemacht. Am Ende wären Sieg oder Niederlage möglich gewesen", sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt.

Vor 40.700 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielte Niklas Moisander die Bremer Führung. Der ehemalige finnische Nationalspieler war in der 28. Minute im Nachschuss erfolgreich, zuvor hatte Topstürmer Max Kruse nur die Querlatte getroffen.

Für den Ausgleich sorgte Adeloma Lookman (49.), der ein Missverständnis in der Bremer Defensive ausnutzte.  (Die Tabelle der Bundesliga)

Kaiser in der Stammelf


In einer kampfbetonten, aber auch technisch ansprechenden Partie überzeugten die Platzherren in erster Linie in einer druckvollen Phase zwischen dem Führungstor und dem Halbzeitpfiff.

In diesem Spielanschnitt wirkten die Sachsen nach drei Spielen binnen einer Woche nicht mehr vollständig fit.

Dabei hatte RB-Trainer rotiert und beispielsweise Edelreservist Dominik Kaiser in die Startformation beordert. Doch da es den Norddeutschen insbesondere in der ersten Halbzeit gelang, den leichtfüßigen Leipziger Angreifern Timo Werner und Yussuf Poulsen durch Aggressivität im Zweikampf die Spielfreude zu nehmen, hielt sich die Torgefährlichkeit der Gäste zunächst in Grenzen.

Leipzig dreht nach dem Ausgleich auf

Die Bremer hingegen hätten nach 45 Minuten schon höher führen können. So segelte der B


all nach einem Freistoß von Zlatan Junuzovic (6.) nur knapp am Torwinkel vorbei, in der 36. Minute verpasste Milos Veljkovic das 2:0. Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit wurde eine gefährliche Hereingabe von Milot Rashica in letzter Sekunde zur Ecke geblockt.

Hasenhüttl reagierte in der Pause personell und ersetzte Kaiser durch Lookman, der schon fünf Minuten nach seiner Auswechslung traf. 120 Sekunden später hätte Werner die Gäste sogar in Führung bringen können, schob den Ball jedoch aus spitzem Winkel knapp am rechten Torpfosten vorbei.

Der Ausgleichstreffer setzte bei Leipzig neue Kräfte frei. Plötzlich wirkten die "Bullen" wieder spritziger in den Zweikämpfen und drängten die Platzherren mit präzisem Kombinationsspiel in deren Spielhälfte zurück.
   

Auch in der Schlussphase war RB das dominantere Team, nur beim finalen Pass fehlte es den Gästen an der erforderlichen Präzision.

Wenn der Ball doch einmal aufs Tor ging, war Bremens Torhüter Jiri Pavlenka stets aufmerksam. Gegen Werner verhinderte er in der 86. Minute mit einer Glanztat einen Rückstand. Kurz darauf vergab Moisander noch eine große Chance für Werder. 

Das Restprogramm:

(Der Tabellenrechner der Bundesliga)

WERDER BREMEN
(A) VfB Stuttgart
(H) Borussia Dortmund
(H) Bayer Leverkusen
(A) FSV Mainz 05

RB LEIPZIG
(H) 1899 Hoffenheim
(A) FSV Mainz 05
(H) VFL Wolfsburg
(A) Hertha BSC