Bildungspolitik im Wahl-Check: Das wollen die Parteien durchsetzen

Eigentlich ist Bildungspolitik Ländersache, doch der Bund soll ebenfalls zahlen.

Die Fenster sind undicht, an den Wänden klebt der Schimmel – und, wenn es drauf ankommt, fällt schon mal die Heizung aus oder sie lässt sich nicht regulieren. Viele Schulen in Deutschland sind sanierungsbedürftig. Oft herrschen Zustände, in denen Kinder es sich dreimal überlegen, ob sie zur Toilette gehen wollen. Der Himmel stehe ihnen bei, wenn sie es tatsächlich müssen.

32,8 Milliarden Euro – auf diese Summe beziffert der Städte- und Gemeindebund den Sanierungsstau bei Schulen bundesweit. Selbst wenn der irgendwann mal behoben sein sollte, gilt ja immer noch: Ein annehmbares Gebäude reicht für eine gute Schule noch lange nicht aus. Dafür braucht es auf jeden Fall auch ausreichend viele gut ausgebildete Lehrer, Sozialpädagogen und Psychologen.

Die misslungene Pisa-Studie

Luft nach oben gibt es in der Qualität der Bildung an den Schulen allemal – auch dort, wo der Unterricht nicht wegen Krankheitsfällen oder Personalmangel ausfällt.

Die Pisa-Studie aus dem Jahr 2016 hat gezeigt: Nach dem katastrophalen Abschneiden bei dem internationalen Bildungsvergleich im Jahr 2001 hat sich Deutschland mittlerweile im oberen Mittelfeld der OECD-Staaten stabilisiert. Der Abstand zu den Pisa-Spitzenreitern wie Finnland oder Singapur bleibt aber groß.

Die ebenfalls 2016 veröffentlichte Timms-Studie hatte zum Ergebnis, dass deutsche Viertklässler sich schwerer mit Mathe tun als ihre Altersgenossen in zahlreichen anderen Ländern. Mit zusätzlichem Geld allein lassen sich nicht alle Probleme an Schulen lösen. Aber ausreichend Geld ist eben doch eine Grundbedingung, um gutes Lernen zu organisieren. Es in Gebäude zu stecken, in die es hineinregnet, ist sinnvoll. Oder damit Lehrerstellen zu finanzieren, die tatsächlich die Zeit und die Chance haben, Schüler auch individuell so gut wie möglich zu fördern.

Der ewige Streit zwischen Bund und Ländern

Dass die Bildung der Kinder entscheidend für die Zukunft des Landes ist, das ist in jeder Sonntagsrede von Politikern zu hören. Allein: Wenn es um die Lösung von Problemen geht, verweist der Bund gern darauf, dass Bildung laut Grundgesetz Ländersache ist. Viele Länder wiederum beklagen, dass es ihnen finanziell lange nicht so gut geht wie dem Bund. Und – zumindest, was den Sanierungsstau an Gebäuden angeht – sagen die Länder: Zuständig ist hier der Schulträger, also die Kommunen. Und was sagen die? Dass sie von den Ländern zu wenig Geld bekommen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung