Bildung: Die Volkshochschule Berlin wird erneut teurer

Kursleiterin Kathrin Dehlan unterrichtet einen Integrationskurs an der Volkshochschule

Die Preisspirale an den Volkshochschulen dreht sich weiter. Seit Jahren wachsen die Kursgebühren, und auch in den gerade frisch gedruckten neuen Kursplänen wird es wieder etliche Erhöhungen geben. Gleichzeitig müssen kostenlose Angebote reduziert werden. Aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Bildung auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Stephan Schmidt geht nun hervor, dass sich viele Berliner mit geringen Einkommen die Kurse nicht mehr leisten können.

Der Anteil der Teilnehmer, die einen Anspruch auf Ermäßigung haben, hat sich seit 2011 um 7,6 Prozent verringert. Damit verlieren die Volkshochschulen ihre eigentliche Zielgruppe. Grund für die Preisspirale ist die laufende Anhebung der Honorare für die Lehrer, die an Volkshochschulen und Musikschulen nicht durch das Land gegenfinanziert werden.

Die Honorarsätze sind um 17,5 Prozent gestiegen

Anders als bei Honorarzahlungen in anderen Bereichen, werde von Volkshochschulen und Musikschulen grundsätzlich erwartet, dass die Mehrausgaben infolge von Honoraranhebungen durch Mehreinnahmen ausgeglichen würden, heißt es dazu ganz klar in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage.

Seit 2011 sind die Honorarsätze um 17,5 Prozent gestiegen, zum 1. August gibt es erneut eine Anhebung um 2,3 Prozent. In Neukölln, wo es besonders viele kostenlose Angebote wie die Mütter- und Elternkurse an Schulen gibt, wirkt sich diese Regelung besonders drastisch aus. "Wir mussten das Angebot der Mütterkurse um...

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