Bildung in Berlin: 41 Prozent der neuen Berliner Lehrer sind Quereinsteiger

Unterricht in einer Grundschule (Archivbild)

Für die 441.330 Mädchen und Jungen, die am Montag das neue Schuljahr beginnen, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Positiv ist, dass es der Senatsverwaltung für Bildung nach eigenen Angaben gelungen ist, die noch 2000 offenen Stellen zu besetzen. Der Haken: Insgesamt 41 Prozent der neuen Lehrer haben noch gar keine pädagogische Ausbildung. Die Verwaltung musste in einem drastischen Ausmaß auf Quereinsteiger zurückgreifen, um den Schulbetrieb sicherzustellen.

An den Grundschulen wurden sogar erstmals mehr Quereinsteiger als ausgebildete Pädagogen eingestellt. Der Anteil der "Lehrer ohne volle Lehrbefähigung", wie es im Amtsdeutsch heißt, liegt dort bei den Neueinstellungen bei 53 Prozent. Das ist erneut ein deutlicher Anstieg. Im vergangenen Schuljahr war jede dritte Neueinstellung an Grundschulen ein Quereinsteiger. Nur 23,5 Prozent der neuen Grundschulkräfte sind tatsächlich auch für diese Arbeit ausgebildet. Die übrigen Neueinstellungen gehen auf Oberschullehrer zurück.

Gründe für den hohen Einstellungsbedarf an den Schulen sind die Pensionierungswelle und die steigende Schülerzahl. Im neuen Unterrichtsjahr gibt es laut Bildungsverwaltung 6700 Mädchen und Jungen mehr als im Jahr zuvor. Senatorin Scheeres (SPD) ist dennoch zufrieden: "Die Konkurrenz ist groß, denn fast alle Bundesländer müssen viele Lehrer einstellen", sagte sie am Donnerstag. Die Senatorin verwies auf Nordrhein-Westfalen, wo nach Angaben des Kultusministeriums zum Schulstart noch 2139 der 5467 off...

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