Bilanz Kölner Polizeiaktion: Verwarngeld in 120 Fällen – In Zukunft weitere Kontrollen

In 120 Fällen musste das Ordnungsamt Verwarngelder erheben.

Nach der umfangreichen Kontrollaktion am Montag auf Straßen mit Radfahrerschutzstreifen im gesamten Stadtgebiet, haben die Verantwortlichen von Polizei  und Ordnungsamt in Köln eine positive Bilanz gezogen. Zwischen 7 Uhr morgens und 19 Uhr abends haben die gemeinsamen Streifen der Behörden insgesamt 157 Verstöße festgestellt und geahndet – zum überwiegenden Teil verbotswidriges Parken in gekennzeichneten Ladezonen.

Neben dem Lieferverkehr hatten die Beamten aber auch die Kraftfahrer im Blick, die rücksichtslos auf dem Schutzstreifen parkten. „Die Ausrede, man müsste ja nur kurz mal eben eine Kleinigkeit besorgen darf dabei nicht gelten“, fasst Christof Simon von der Polizei Köln zusammen. Die Sicherheit der Radfahrer werde gefährdet, sobald sie durch blockierte Schutzstreifen gezwungen seien, auf die Hauptfahrbahn auszuweichen. In 120 dieser Fälle haben die mobilen Streifenteams am Montag Verwarngelder erhoben, es wurden vier Anzeigen aufgrund von Ordnungswidrigkeiten eingeleitet.

Heribert Büth vom Ordnungsamt erläutert die gemeinsame Leitlinie für die Verkehrskontrollen, die für das ganze Stadtgebiet gelte: „Autofahrer, die einen Fahrradschutzstreifen widerrechtlich blockieren, werden nachdrücklich aufgefordert, ihr Fahrzeug zu entfernen.“

Geduldet würden lediglich kurze Be- oder Entladungen, sofern in direkter Umgebung keine andere Haltemöglichkeiten existieren. „Man muss jede Situation im Einzelfall betrachten und sorgfältig vor Ort abwägen“, sagt Büth.

Kölner Ordnungsamt geht auch Anzeigen von Dritten nach

In 33 Fällen konnte den Verkehrssündern am Montag im Gespräch ihr Fehlverhalten erläutert werden, hier blieb es lediglich bei mündlichen Verwarnungen. Der Schutz der „schwächeren Verkehrsteilnehmer“ wie Radfahrern und Fußgängern habe grundsätzlich höhere Priorität vor den  Kraftfahrzeugen. Demzufolge geht das Ordnungsamt Heribert Büth zufolge auch Anzeigen von Dritten nach.

„Sofern ein Verstoß festzustellen ist, eröffnet die Bußgeldstelle ein Verfahren“, sagt er. Das erwartet auch die Besitzer der beiden Autos, die am Montag im Rahmen der Kontrollaktion abgeschleppt wurden.

„Die Gesamtzahl der registrierten Verstöße macht deutlich, dass unser Einsatz trotz der Ferienzeit sinnvoll war“, zieht Polizeisprecher Christoph Schulte gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger Bilanz. Auch die Kooperation mit dem Ordnungsamt sei bei Mitarbeitern beider Behörden positiv bewertet worden. „Man kann also davon ausgehen, dass es solche gemeinsamen Aktionen auch künftig geben wird“, sagt Schulte. Ort sowie  Zeitpunkt dafür stünden bislang aber noch nicht fest....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta