Bilanz: Erneut Millionenverluste bei städtischen Kliniken in Köln

Die drei städtischen Krankenhäuser machen ein Minus von 6,5 Millionen Euro.

Die Kliniken der Stadt Köln haben im vergangenen Jahr wieder Verluste in Millionenhöhe gemacht. Ein Minus von 6,5 Millionen Euro steht für 2016 zu Buche. Immerhin sind die Verluste im Vergleich zu 2015 deutlich geringer ausgefallen.

Damals machten die Kliniken noch 13,6 Millionen Euro Miese – der bislang größte Fehlbetrag, der in den städtischen Krankenhäusern erwirtschaftet wurde. In den beiden Jahren davor lagen die Verluste bei gut neun Millionen Euro.

Trotz der neuerlichen Millionenverluste bezeichnet Roman Lovenfosse-Gehrt, Geschäftsführer der Kliniken, 2016 als ein „erfolgreiches Jahr“. Der Umsatz konnte 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Millionen Euro auf 362,8 Millionen Euro gesteigert werden.

Gesunkene Materialkosten und stabile Personalkosten

Dazu beigetragen hätten vor allem Mehreinnahmen bei den allgemeinen Krankenhausleistungen, also die Basisleistungen für die Patienten wie medizinische Versorgung, Verpflegung und Unterkunft. Gleichzeitig sanken die Materialausgaben um 1,3 Millionen Euro. Die Personalkosten – die Kliniken Köln beschäftigen rund 4500 Mitarbeiter – blieben stabil.

Vor einigen Jahren hatte Loven-fosse-Gehrt angekündigt, 2016 einen ausgeglichenen Haushalt zu haben. Das solle nun im Jahr 2020 gelingen, sagt der Geschäftsführer. 2015 hatten die Kliniken von der Stadt ein Darlehen über 50 Millionen Euro erhalten, da die Häuser unter anderem wegen Schwierigkeiten mit einer neuen Software für Abrechnungen und Dokumentationen in Liquiditätsprobleme geraten war.

Zudem mahnen die Verantwortlichen der Klinik schon seit Jahren eine höhere Unterstützung von der Landesregierung an. Investitionen müssten die Krankenhäuser immer mehr aus eigenen Mitteln stemmen, wollten sie konkurrenzfähig bleiben.

Drei Krankenhäuser

Die Kliniken der Stadt Köln gGmbH besteht aus drei Krankenhäusern: Das Krankenhaus in Merheim hat 752 Betten, hier arbeiten 404 Ärzte und mehr als 1144 Pflegekräfte. Das Krankenhaus Holweide hält 465 Betten vor und beschäftigt 189 Ärzte und 585 Pflegekräfte.

Das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße, in dem es 292 Betten gibt und 121 Ärzte sowie 504 Pfleger arbeiten. Pro Jahr behandeln die drei städtischen Krankenhäuser rund 63.000 Patienten stationär und 130.000 ambulant. (og)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta