Pokaltriumph zum Karriereende - Loerper: "Unfassbar"

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Pokaltriumph zum Karriereende - Loerper: "Unfassbar"
Pokaltriumph zum Karriereende - Loerper: "Unfassbar"

Die SG BBM Bietigheim hat erstmals in ihrer Klubgeschichte den deutschen Handball-Pokal der Frauen gewonnen. (Alles zum Handball)

Die Mannschaft aus Baden-Württemberg wurde am Sonntag im Finale gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten ihrem Favoritenstatus gerecht und gewann mit 27:22 (11:13).

Am Samstag hatte Bietigheim beim Final Four in Stuttgart die TuS Metzingen ausgeschaltet (27:23), Buchholz gewann überraschend sein Halbfinale gegen die HSG Blomberg-Lippe (22:19). (Alle Spiele und Ergebnisse)

Antje Lauenroth war mit fünf Treffern beste Werferin der Siegerinnen, die langjährige Nationalspielerin Kim Naidzinavicius erzielte vier Tore für die SG. Kim Berndt war aufseiten der Handball-Luchse mit sieben Toren am erfolgreichsten.

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Trotz der Niederlage herrschte bei den Luchsen Freude über das Erreichte vor. Kreisläuferin Evelyn Schulze fasste die Gefühle nach dem Spiel bei SPORT1 in Worte: "Wir sind absolut stolz und überwältigt, dass wir hier so lange mithalten und Bietigheim ärgern konnten. Das war unser Ziel. Wir wollten das richtig genießen."

Bietigheim holt endlich den Pokal

Bietigheim, momentan Ligazweiter, feierte nach den beiden deutschen Meisterschaften 2017 und 2019 den nächsten großen Erfolg.

Aber auch auf Seiten der Siegerinnen zog man den Hut vor der Leistung Rosengartens. "Es war ein hartes Spiel. 55 Minuten lang sah es nicht gut aus für uns", zog Bietigheims Xenia Smits ein erstes Fazit des Spiels, fügte aber auch hinzu: "Aber nach 60 Minuten nehmen wir den Pokal mit. Wir freuen uns total."

Besonders groß war die Freude nach den Mißerfolgen im Pokal der vergangenen Jahre: "Wir wussten, im Pokal kann alles passieren. Das hat Bietigheim in den vergangenen Jahren schon mehrfach erlebt. (…) Aber wir haben den Pokal jetzt geholt und das ist sehr, sehr schön."

Loerper feiert perfektes Karriereende

Ein ganz besonderer Erfolg war es für Anna Loerper. Die langjährige Nationalspielerin beendet nach dieser Saison ihre Karriere und nahm unter Tränen den Pokal entgegen. "Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Ich bin einfach nur glücklich, dass wir im x-ten Anlauf diesen Pokal nach Bietigheim holen konnten. Dass es im letzten Spiel meiner Karriere passiert, ist unfassbar", sagte sie bei SPORT1.

Trotz dieses Erfolgs erteilte sie einer eventuellen Verlängerung ihrer Karriere aber eine Absage: "Es kribbelt schon wieder in mir. Ich glaube, die Droge Handball wird mich nie ganz loslassen. Aber mein Körper wird es mir danken, wenn ich die Handballschuhe an den Nagel hänge."

Luchse hoffen auf Rückenwind im Saisonendspurt

Buchholz liegt in der Bundesliga zwei Spieltage vor Schluss nur auf Rang 14, schon der Finaleinzug war für das Team aus Niedersachsen ein großer Erfolg. Geht es nach Schulze, soll der Erfolg Rückenwind für den Saisonendspurt geben. "Wir möchten auf dieser Welle die nächsten zwei Wochen surfen, um jetzt die Klasse zu halten", gab sie die Parole für die restlichen Spiele aus.

Zuletzt hatte 2019 der Thüringer HC den DHB-Pokal gewonnen. Im vergangenen Jahr wurde aufgrund der Corona-Pandemie kein Sieger ausgespielt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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