"Bierzeltfeste in Kuhdörfern" - Nagelsmann rudert nach Amateurfußball-Witzen zurück

Julian Nagelsmann gilt als Favorit auf den Trainerposten bei Bayern München im Sommer. Bisher soll es aber keine Anfrage an die TSG gegeben haben.

Julian Nagelsmann von der TSG 1899 Hoffenheim hat sich für seine Witze über Fußball-Amateure entschuldigt. Auslöser war die frühe Anstoßzeit gegen Hertha BSC.

Um 13.30 Uhr hatten die Berliner und Hoffenheim den Fußball-Sonntag in der Bundesliga eröffnet. Eine Anstoßzeit, die im Oberhaus ungewohnt ist und in starker Konkurrenz zum Amateur-Fußball steht. Dementsprechend hatte Trainer Nagelsmann vor der Partie den einen oder anderen Witz gerissen. 

Nagelsmann: "Hälfte der Mannschaft hat einen Vollpreller im Gesicht"

"Ich glaube, zu früh ist nicht so gut, weil die müssen immer ausnüchtern, bevor es überhaupt mal los geht. Nicht so früh, dass sie lange schlafen können, auch nicht zu spät, dass sie zu spät in die Disco kommen", scherzte Nagelsmann vor der Hertha-Partie.

Der TSG-Coach erinnerte sich zurück: "Ich habe ja selbst in einem kleinen Dorfverein gespielt. Das ist schon total lustig zu sehen. Ich habe das geliebt. Es ist schon cool, wenn dann Spiel ist, und die Hälfte der Mannschaft hat noch einen Vollpreller im Gesicht, weil in irgendeinem der umliegenden Kuhdörfer Bierzeltfest war."

Nun musste der Fußball-Lehrer nach negativen Reaktionen aber zurückrudern. "Die Wirkung meiner Worte habe ich vollkommen unterschätzt. Ich wollte damit natürlich niemanden vor den Kopf stoßen, kann aber auch verstehen, dass sich viele Amateursportler durch meine flapsigen Bemerkungen getroffen fühlen."

Bei DFB.de erklärte er weiter: "Ich möchte aber auch betonen, dass ich den Amateurfußball sehr schätze, unterstütze und selbst noch im Herzen Amateurfußballer bin.“ Er sei "weit davon entfernt", sich über andere Sportler "lustig zu machen oder Alkoholmissbrauch zu verharmlosen."