Biersabsatz sinkt in den ersten neun Monaten um mehr als drei Prozent

Nur noch 72 Millionen Hektoliter verkauft

Der regnerische und kühle Sommer hat vielen Deutschen die Bierlaune verdorben. Der Absatz in den ersten neun Monaten des Jahres ging um 3,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Der Deutsche Brauer-Bund machte dafür vor allem das Wetter in den Sommermonaten verantwortlich.

Der deutsche Biermarkt habe sich in den vergangenen drei Jahren stabil gezeigt, dieses Jahr bleibe der Absatz hinter den Erwartungen zurück, erklärte der Brauer-Bund. "Dennoch wäre es zu früh, das Jahr schon abzuschreiben." Ein sonniger Herbst und ein solides Weihnachts- und Silvestergeschäft könnten noch für "wichtige Impulse" sorgen.

Der Absatz ging laut Statistik auf rund 72 Millionen Hektoliter Bier zurück. Mehr als vier Fünftel des Biers wurden laut Statistik im Inland verkauft - hier sank der Absatz im Vorjahresvergleich um 2,7 Prozent. Die Exporte in EU-Länder gingen demnach um 3,1 Prozent zurück, die Ausfuhren in Drittländer um 6,6 Prozent.

Der Brauer-Bund betonte, dass alkoholfreie Biere und Biermischgetränke nicht in der Statistik enthalten sind - sie haben demnach mittlerweile einen Anteil von sechs Prozent an den in Deutschland gebrauten Bieren, "Tendenz steigend". Deutschland sei hier mit mehr als 400 verschiedenen Marken führend.

Das Marktforschungsunternehmen Nielsen wies kürzlich darauf hin, dass zwar der Absatz sinkt, doch viele Deutschen inzwischen gern mehr Geld für Bier ausgeben. Demnach liegen vor allem Spezialitäten wie Land- oder Kellerbiere im Trend.