Bierofka sauer - 1860-Pleite in Buchbach: Augen zu - und durch!

Matthias Eicher

Buchbach-Coach Anton Bobenstetter entschuldigt sich für die Schmähgesänge seiner Spieler nach dem 1:0-Sieg über die Löwen. Doch auch viele Sechzger haben gute Gründe, jetzt in sich zu gehen.

München - Ein knappes "Glückwunsch" ging ihm noch über die Lippen. Bevor eine Wutrede folgte, die so jäh endete, wie sie begann. "Genau das ist passiert, was wir nicht wollten", sagte Löwen-Trainer Daniel Bierofka frustriert, "wir sind in Rückstand gegangen. Geht in Ordnung, dass Buchbach gewonnen hat."

Dann wetterte er los. "Was aber nicht geht", so der 1860-Trainer nach dem verdienten 0:1 im dritten Spiel dieser Regionalliga-Saison beim TSV Buchbach: "Hier war eine gute Stimmung, ich habe Respekt vor dem Verein und den Fans. Aber was da in der Kabine abgegangen ist, dass wir als Giesinger Bauern beschimpft werden – das geht nicht. Dankeschön." Zack, weg war er – und ließ Kollegen Anton Bobenstetter vor laufender Kamera stehen.

Frust pur bei Sechzigs Coach, der nach den Auftaktsiegen in Memmingen (4:1) und gegen Wacker Burghausen (3:1) die erste Provinz-Pleite hinnehmen musste. Was ihn zusätzlich störte, war die Buchbacher Siegesfeier. Die Sieger grölten bei offener Kabinentür aus vollen Kehlen, inklusive unschönem Vokabular. "Das tut mir leid. Ich hoffe, dass es nicht öfter vorkommt", erklärte Bobenstetter der AZ am Donnerstag.

Doppeltes Sorry

Der Coach ist nicht nur Löwen-Fan, sondern auch Gründungsmitglied des örtlichen 1860-Fanklubs "Buchbach-Steeg", dessen Vorsitzender Bierofkas Onkel Erwin ist.
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