Biedermann kritisiert DSV und fordert EM-Teilnahme von Koch

Biedermann kritisiert DSV und fordert EM-Teilnahme von Koch

Ex-Weltmeister Paul Biedermann hat den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) kritisiert und zu Veränderungen aufgefordert. "Ich wünsche mir, dass der DSV einfach mal mutig ist. Dass er sich von der Idee löst, es dem Fernsehen immer recht zu machen, dass wir unsere deutschen Meisterschaften nicht immer verschieben", sagte Biedermann der Welt.
Insgesamt sieht Biedermann zu viele Baustellen beim DSV. "Ich meine da unter anderem die Stützpunktfrage. Da wurde so oft alles hin- und hergeschoben und auch das Datum, wann die Stützpunkte endlich final benannt werden", so Biedermann. Es seien für ihn zu viele Sachen, die, sofern er noch betroffen wäre, "viel Unsicherheit" ausgelöst hätten.
Deutschland solle sich ein Vorbild an den Niederlanden nehmen, wo Termine für Meisterschaften vier Jahre vorher festgelegt werden. Diesen Olympiazyklus fordert Biedermann auch vom DSV. "So kann jeder besser planen. Aber jedes Jahr neu herumzudoktern, verstehe ich nicht."
Biedermann, der ein eigenes Comeback ausschloss, glaubt indes weiter an Ex-Weltmeister Marco Koch. "Ich bin absolut davon überzeugt, dass Marco das noch mal schafft", sagte der 31-Jährige. "Es ist für mich keine Frage, dass er auf jeden Fall bei dieser EM starten sollte."
Koch hatte die Norm für die Europameisterschaften in Glasgow (12. bis 20. August) verpasst und hofft, dass ihn Bundestrainer Henning Lambertz per Ausnahmeregelung nominiert. Dazu muss Koch bei der derzeit stattfindenden DM in Berlin eine Topzeit auf seiner Paradestrecke über 200 m Brust schwimmen.