Biden stellt unter Trump beschnittene Naturschutzgebiete wieder her

·Lesedauer: 2 Min.
Grand Staircase-Escalante (AFP/Patrick T. FALLON)

US-Präsident Joe Biden stellt drei unter seinem Vorgänger Donald Trump beschnittene Naturschutzgebiete wieder her. Die Maßnahme betrifft die Gebiete Bears Ears und Grand Staircase-Escalante im US-Bundesstaat Utah sowie das Meeresschutzgebiet Northeast Canyons and Seamounts im Atlantik, wie das Weiße Haus mitteilte. Biden setzt damit seine Abkehr von der Politik seines Vorgängers zurück, der zahlreiche Umweltschutzmaßnahmen zurückgefahren hatte.

Trump hatte die drei betroffenen Naturschutzgebiete 2017 per Dekret drastisch zusammenstutzen lassen. Das Gebiet Grand Staircase-Escalante soll jetzt wieder zu seiner ursprünglichen Fläche von mehr als 750.000 Hektar zurückkehren. Trump hatte die Schutzzone um etwa 45 Prozent verkleinert und dies mit "unnötigen Restriktionen" für Jagd und Viehzucht begründet.

Das Schutzgebiet Bears Ears soll nach Bidens Plänen auf 550.000 Hektar vergrößert werden. Das ist sogar größer als vor Trumps Entscheidung, das Naturschutzgebiet zu verkleinern. Bears Ears war 2016 unter Trumps Vorgänger Barack Obama zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Grand Staircase-Escalante wurde 1996 unter Präsident Bill Clinton zum Naturschutzgebiet. Beide Naturschutzgebiete mit ihrer spektakulären Landschaft sind auch für Ureinwohner von großer Bedeutung.

Umweltschützer begrüßten Bidens Entscheidung, die Naturschutzgebiete zu vergrößern. Kritik kam dagegen von konservativen Senatoren und Abgeordneten, die Utah im US-Kongress in Washington vertreten. Bidens Entscheidung sei ein "verheerender Schlag" für ihre Bemühungen, eine "dauerhafte, gesetzgeberische Lösung für den langanhaltenden Streit über die Grenzen und das Management" der beiden Naturschutzgebiete zu finden.

Neben den beiden Gebieten in Utah stellt die Biden-Regierung auch den Schutz des Meeresschutzgebietes Northeast Canyons and Seamounts wieder her. Dort wird der kommerzielle Fang von roten Krabben und amerikanischen Hummern langsam reduziert, bis er dann ab September 2023 vollständig verboten wird. Die Freizeitfischerei ist davon nicht betroffen. Das Gebiet beheimatet zahlreiche seltene und bedrohte Tierarten, darunter Tiefsee-Korallen und Wale.

Trump hatte in seiner Amtszeit zahlreiche Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen beschnitten. Biden machte sich nach seinem Amtsantritt im Januar daran, dies wieder rückgängig zu machen.

fs/jep

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.