Biden: Kapitol-Attacke für Polizei "mittelalterliche Hölle"

US-Präsident Joe Biden hat seinen Vorgänger Donald Trump wegen seiner stundenlangen Untätigkeit während der Kapitol-Attacke heftig angegriffen.

Kapitol-Attacke
Immer mehr Details kommen im Untersuchungsausschuss zur Kapitol-Attacke ans Licht.

"Drei Stunden lang sah der besiegte ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten zu, wie all dies geschah, während er bequem im privaten Esszimmer neben dem Oval Office saß", sagte Biden in einer per Video übertragen Rede anlässlich einer Konferenz für schwarze Führungskräfte in Strafverfolgungsbehörden.

"Während er das tat, wurden mutige Polizeibeamte drei Stunden lang der mittelalterlichen Hölle ausgesetzt, triefend vor Blut, umgeben von einem Gemetzel, von Angesicht zu Angesicht mit einem verrückten Mob, der die Lügen des besiegten Präsidenten glaubte", so Biden weiter. Trump habe der Mut gefehlt, zu handeln.

Erst 187 Minuten später reagierte Trump

In der vergangenen Woche hatte die vorerst letzte Anhörung des Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das US-Kapitol gezeigt, dass Trump die Ereignisse im und rund um das Kapitol an diesem Tag im Fernsehen verfolgte. Erst 187 Minute nach seiner aufwiegelnden Rede am 6. Januar 2021 hatte er seine Anhänger in einer Videobotschaft aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Angesprochen auf die Äußerungen Bidens betonte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, dass Trump für die Ereignisse an diesem Tag Verantwortung trage. "Der ehemalige Präsident musste eine Wahl treffen. Die Wahl lautete: Stehen Sie auf der Seite unserer Strafverfolgungsbehörden oder auf der Seite des Mobs?", sagte sie.

Im Video: Sturm auf das Kapitol - Ex-Präsident Trump soll Angriff geplant haben

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