Biden und Harris setzen bei Vereidigungsfeier auf US-Modedesigner

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Die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden und seiner Vize Kamala Harris dürfte auch von Mode-Experten aufmerksam verfolgt worden sein: Gemäß der Tradition hatten sich beide Politiker der Demokratischen Partei sowie ihre Ehepartner für die Vereidigungszeremonie am Mittwoch von renommierten US-Modedesignern einkleiden lassen. Während der neue Präsident und Harris' Mann Doug Emhoff auf den Klassiker Ralph Lauren setzten, führten First Lady Jill Biden und die neue Vizepräsidentin Modelle weniger bekannter Modeschöpfer vor.

Vom Modeschöpfer Ralph Lauren stammte sowohl Bidens dunkelblauer Anzug und die dazugehörige lavendelfarbene Krawatte als auch das Outfit des ersten Second Gentleman Emhoff. Ralph Lauren steht wie kaum ein anderer Designer für den Stil der USA. 2017 hatte er bereits First Lady Melania Trump zur Amtseinführung ihres Mannes Donald eingekleidet.

Die neue First Lady Jill Biden trug zur Vereidigung ihres Mannes ein blaues Tweedkleid mit passendem Blazer der New Yorker Designerin Alexandra O'Neill. Es sei "eine unglaubliche Ehre, Dr. Biden heute einzukleiden", sagte O'Neill der Nachrichtenagentur AFP. Die New Yorkerin hatte in der Vergangenheit bereits Kleider für Stars wie die Schauspielerin Laura Dern oder Sängerin Lizzo entworfen.

Vizepräsidentin Harris setzte bei ihrem Outfit auf die beiden jungen afroamerikanischen Designer Christopher John Rogers und Sergio Hudson: Sie trug ein lilafarbenes Maxikleid und den dazu passenden Mantel.

Für Hingucker sorgten bei der Zeremonie auch die Sängerin und Stilikone Lady Gaga sowie Popstar Jennifer Lopez. Lady Gaga, die zur Vereidigung die US-Nationalhymne sang, trug ein gewaltiges Kleid aus einem dunklen Oberteil und einem weit ausgestellten roten Rock, das Berichten zufolge vom Modehaus Schiaparelli stammte. Dazu trug sie eine riesige goldfarbene Brosche in der Form einer Friedenstaube.

Jennifer Lopez sang das Lied "This Land is Your Land" von Woody Guthrie in einem weißen Hosenanzug mit Rüschenkragen, der Berichten zufolge von der Pariser Marke Chanel stammen soll.

Dass First Ladys ihr Amt nutzen, um Modedesigner ins Rampenlicht zu rücken, hat in den USA Tradition. Insbesondere Michelle Obama versuchte während der beiden Amtszeiten ihres Mannes Barack, US-Modeschöpfer mit verschiedenen Hintergründen Aufmerksamkeit zu schenken, indem sie ihre Kleider trug. Anders Melania Trump: Sie setzte während ihrer vier Jahre im Weißen Haus vor allem auf europäische Marken wie Dolce und Gabbana oder Gucci.

isd/lan