Biathlon-Revolution? "Dümmster Vorschlag, den ich je gehört habe"

Diese Idee kommt nicht bei allen Biathleten gut an.

Der Norweger Arne Idland, seit Jahrzehnten im Biathlon tätig und Veranstalter des Sommerbiathlon-Events Blinkfestivalen, hatte vorgeschlagen, Weltcups im Sommer auf Rollskiern stattfinden zu lassen und so den Gesamt-Weltcup auch auf den Sommer auszuweiten.

Seine beiden Landmänner Johannes Thingnes und Tarjei Bö sind gegen eine Ausweitung des neben Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen wichtigsten Wettbewerbs auf den Sommer. „Das ist der dümmste Vorschlag, den ich je gehört habe. Das sind zwei unterschiedliche Sachen“, polterte Johannes Thingnes Bö beim norwegischen Fernsehsender NRK.

Auch sein Bruder Tarjei sieht das ähnlich: „Wir müssen zwischen den beiden Dingen unterscheiden.“

Idland sieht Sportart ohne Sommer-Weltcup in Gefahr

Idland hatte sich für die Ausweitung auf den Sommer stark gemacht, da er sich wegen des Klimawandels um die Zukunft des Biathlons sorge.

Eine dreimonatige Saison reiche für das Überleben der Sportarten nicht, meint er: „Daher denke ich, muss man neu und unkonventionell denken und auch den Sommer nutzen.“

Johannes Thingnes Bö würde sich eine Kompromiss-Lösung wünschen. Ein eigener Rollski-Cup bis in den Herbst sei eine Alternative, der dann aber nicht mit dem Weltcup im Winter vermischt werden dürfe.

Idlands Bedenken haben durchaus ihre Berechtigung: Die hohen Temperaturen machen den Verantwortlichen in verschiedenen Wintersportarten schon jetzt zu schaffen. So mussten von den ersten acht geplanten Saisonrennen im Ski Alpin sieben abgesagt werden.