Biathlon: Martin Fourcade gegen Russland-Ausschluss

Der zweimalige Biathlon-Olympiasieger Martin Fourcade hat sich in der aktuellen Doping-Diskussion um einen möglichen Ausschluss Russlands von den Winterspielen im kommenden Jahr gegen Kollektivstrafen ausgesprochen.

Der zweimalige Biathlon-Olympiasieger Martin Fourcade hat sich in der aktuellen Doping-Diskussion um einen möglichen Ausschluss Russlands von den Winterspielen im kommenden Jahr gegen Kollektivstrafen ausgesprochen.

"Wenn es bewiesen ist, dass es institutionelles Doping gab und dass alle Sportler in Sotschi (bei den Winterspielen 2014/d. Red.) davon profitiert haben, sollten diese Athleten nicht nach Pyeongchang fahren", sagte der 29-Jährige der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Sind es nur wenige, dann müssen wir diese Individuen bestrafen und nicht die gesamte russische Nation."

Fourcade, der sich schon lange im Anti-Doping-Kampf engagiert, sieht vor allem Probleme darin, die Vorgehensweise der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nachzuvollziehen. "Ich habe den McLaren-Report gelesen, aber wir wissen nicht mehr, was richtig und was falsch ist", sagte der Franzose. Grundsätzlich sei es laut Fourcade auch ein Fehler, "die Debatte auf Russland zu konzentrieren."

Fourcade: Doping kein rein russisches Problem

"Russland hat kein Monopol auf Doping", sagte Fourcade. Da also Doping kein rein russisches Problem sei, lasse Fourcade die Argumentation zu, die beteiligten Sportler, nicht aber das ganze Land zu sperren.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet am kommenden Dienstag über einen möglichen Ausschluss Russlands von den Winterspielen (9. bis 25. Februar). Bislang wurden durch die so genannte Oswald-Kommission bereits 19 russische Athleten, die in Sotschi am Start waren, lebenslang für die Olympischen Spiele gesperrt.

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