Biathlon-Coach: Sportler nicht für Boykotts da

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Biathlon-Coach: Sportler nicht für Boykotts da
Biathlon-Coach: Sportler nicht für Boykotts da

Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner hält nichts von einem sportlichen Boykott der umstrittenen Olympischen Winterspiele in Peking.

„Die Sportler sind die letzten, die dort irgendwas machen können“, sagte der 51-Jährige in einem Mediencall vor dem Heimweltcup in Oberhof: „Dass man das grundsätzlich nicht richtig findet, dass das dort so nicht geht, ist nicht die Frage. Aber Sportler sind nicht dafür da, irgendwelche Boykotts zu machen und Dinge in der politischen Richtung auszutragen. Sie sind dazu da, um ein Fest des Sports zu erleben.“

Er sehe vielmehr die Politik und das Internationale Olympische Komitee (IOC) in der Pflicht. Es sei nötig, sich vorher Gedanken zu machen, "ob man ein Event in ein solches Land vergeben darf, kann und muss", führte Kirchner aus: "Wie das IOC sich windet, versucht nach Ausreden und Ausflüchten zu suchen, sich vor den Tatsachen zu verstecken - ist in den letzten Wochen mehr als offensichtlich geworden."

„Man kann sich den Kopf zumüllen, aber ...“

Er halte es generell für richtig, dass der Hauptfokus der Athleten auf dem Sportlichen liege. Auch das omnipräsente Corona-Thema dürfe nur eine Nebenrolle spielen. "Man kann sich den Kopf mit solchen Dingen zumüllen, aber wir haben eine andere Hauptaufgabe. Die ist nicht Corona, sondern gute Wettkämpfe zu absolvieren", so Kirchner. Dafür brauche es "freie Nischen im Kopf".

Es gehe natürlich darum, "alles dafür zu tun, gesund zu bleiben und Infektionen zu vermeiden", betonte der dreimalige Olympiasieger. Dennoch sei es entscheidend, "soweit es geht in der Normalität zu bleiben und uns auf unsere sportliche Hauptaufgabe zu konzentrieren".

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