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Bhutan hat jahrelang heimlich Bitcoin im Himalaya 'abgebaut' - und das nachhaltig

Bhutan hat jahrelang heimlich Bitcoin im Himalaya 'abgebaut' - und das nachhaltig

Bhutan, das südasiatische Königreich im Himalaya-Gebirge, hat vor kurzem ein Geheimnis gelüftet, das den internationalen Finanzmarkt in Erstaunen versetzte: Das Land ‘baut’ seit Jahren im Stillen Krypto ‘ab’, ohne jemandem davon zu erzählen - auch nicht seinen eigenen Bürger:innen.

Eine noch erstaunlichere Enthüllung ist, dass das Land in der Lage war, Kryptowährungen auf nachhaltige Weise zu gewinnen, verglichen mit den üblicherweise verwendeten Methoden, die wegen des hohen Stromverbrauchs weithin kritisiert werden.

Bhutan war in der Lage, Token mit Hilfe seiner massiven Wasserkraftwerke zu ‘schürfen’ - eine erneuerbare Energiequelle, die weitgehend als "grün" angesehen werden kann.

Dank der uralten Gletscher, die die vielen Flüsse des Landes speisen, verfügt Bhutan über einen großen Reichtum an Wasserkraft - eine Form der erneuerbaren Energie, die die Kraft des fließenden Wassers zur Stromerzeugung nutzt.

Die durch Wasserkraft erzeugte Energie versorgt derzeit die meisten Häuser der 777.000 Einwohner:innen des Landes und macht 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.

Das kürzlich gelüftete Geheimnis Bhutans zeigt jedoch, dass das Land diese immense Ressource auch für einen anderen Zweck einsetzt, der seine Wirtschaft in Zukunft ankurbeln und unterstützen könnte: die Schaffung eigener Krypto-Minen.

Bhutan ist nicht der einzige Staat, der für seine Zukunft auf Kryptowährungen setzt, allerdings ist das zentralamerikanische El Salvador derzeit das einzige Land der Welt, das staatliche Krypto-Minen betreibt.

Mit seiner geringen Größe und seinen begrenzten Ressourcen könnte grünes Krypto-Mining die Lösung für die wirtschaftliche Unabhängigkeit Bhutans sein, eines Landes, das seit Jahren darum kämpft, sich selbst zu versorgen.

Bhutan hat den Vorteil, dass seine Ressourcen und seine Umwelt das Land zu einem idealen Ort für das Mining digitaler Vermögenswerte machen.

Wasserkraft ist billig, und die hohen Berge des Landes bieten die perfekte Umgebung, um die hitzeerzeugenden Computer zu kühlen, die mit dem Mining von Bitcoin beschäftigt sind. Die Krypto-Minen des Landes könnten, zumindest theoretisch, einen geringen bis gar keinen Kohlenstoff-Fußabdruck haben.

Warum war dies ein Geheimnis - und warum wurde es jetzt gelüftet?

Das südasiatische Königreich hat Berichten zufolge "seit Jahren" diesen ‘Bergbau’ betrieben, auch wenn nicht genau klar ist, wie lange, wo und mit welchen Einnahmen dies geschah.

Im Gespräch mit der lokalen Zeitung The Bhutanese sagte ein Regierungsvertreter kürzlich, dass das Land "vor ein paar Jahren als einer der ersten Teilnehmer mit dem Mining begonnen hat, als der Bitcoin-Preis bei etwa 5.000 Dollar (4,548 Euro) lag".

Am vergangenen Freitag lag der Bitcoin-Preis bei 29.228,12 $ (26.591,74 €).

Der Grund, warum das Land seine geheimen Krypto-Mining-Aktivitäten offengelegt hat, könnte damit zusammenhängen, dass das Königreich nun nach Partnern für die weitere Expansion seines Projekts sucht.

Der Investitionsarm des Landes, die staatliche Holdinggesellschaft Druk Holding & Investments (DHI), und das an der Nasdaq notierte Kryptominingunternehmen Bitdeer suchen Berichten zufolge Investoren für 500 Millionen Dollar (454,9 Millionen Euro), die für die Entwicklung des grünen Krypto-Minings im Königreich verwendet werden sollen.

Wie Bloomberg berichtet, wird die Mittelbeschaffung für den Aufbau des kohlenstofffreien digitalen Minings in Bhutan Ende Mai beginnen.

Unterdessen bleiben Bhutans große Nachbarn - Indien und China - gegenüber Kryptowährungen weiter zurückhaltend.

Sowohl die indische Regierung als auch die Zentralbank des Landes haben eine strikte Haltung dagegen eingenommen, während China den Kryptohandel 2021 sogar offiziell verboten hat.