Bezahl-Fintech Sumup mit fast 400 Millionen Euro Umsatz – und steigendem Verlust

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Trotz Umsatzwachstum: Sumup erhöhte während der Pandemie seinen Verlust.
Trotz Umsatzwachstum: Sumup erhöhte während der Pandemie seinen Verlust.

Viele kennen die kleinen Bezahlterminals des Bezahl-Fintechs Sumup aus dem Gastro-Gewerbe, kleineren Hotels oder Läden. Auch wenn gerade diese pandemiebedingt lange Zeit geschlossen waren, legte das von Marc Alexander Christ in Berlin gegründete und mittlerweile in London ansässige Unternehmen im vergangenen Jahr beim Umsatz zu, wie FinanceFWD und Finanz-Szene berichten.

Während ein Anstieg von rund zehn Prozent gegenüber 2019 zwar nicht übermäßig hoch scheinen mag, liegt der Umsatz des Unternehmens nach Angaben im nun veröffentlichten Geschäftsbericht bei 387 Millionen Euro – und übertrifft damit zum Beispiel den der gehypten Neobank Revolut.

Trotzdem viele Baustellen

Was allerdings geringer ausfiel als im Vorjahr ist der Verkauf neuer Geräte, die Sumup seinen Kunden anbietet. Mit einem Plus von vier Prozent scheint das Neugeschäft also doch von den Pandemiebedingungen in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Die weiteren Geschäftszahlen im Überblick:

  • Unter dem Strich verblieb ein Vorsteuerverlust (negatives Ebit) von 84 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2020. Der war damit noch höher als im ersten Krisenjahr 2019, als ein Minus von 58 Millionen Euro zu Buche stand.

  • Sumup expandiert weiter, zumindest personell: Die Personalkosten lagen im vergangenen Jahr mit 75 Millionen Euro rund 50 Prozent über dem Vorjahreswert.

  • Sumup finanziert sein Wachstum stark über Kredite. Die kommen dem Unternehmen immer teurer zu stehen: Die zinstragenden Finanzschulden belaufen sich den Angaben zufolge auf 434 Millionen Euro – und liegen damit höher als der Umsatz des Startups.

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